SÜW
Fällt die Freibadsaison wegen Corona ins Wasser?
Noch heißt es für die Freibäder in der Region: vorübergehend geschlossen. Das soll sich bald ändern, vorausgesetzt der Bund gibt grünes Licht. Im Vorjahr hatten die Kommunen mit deutlich niedrigeren Inzidenzwerten zu kämpfen. Ob mit Blick auf die momentanen Werte von über 100 eine Öffnung überhaupt genehmigt wird, ist völlig offen. Dennoch bereiten sich einige Gemeinden an der Südlichen Weinstraße auf die Schwimmbadsaison intensiv vor.
„Angedacht ist es, das Freibad in Edesheim bis Pfingsten zu öffnen“, sagt Werkleiter Timo Graf. Es gelte wieder das Hygienekonzept aus dem Vorjahr. Heißt: Abstandsregeln, Maskenpflicht und die Gliederung der Besucher in Blöcke. „Nachmittags ist der größte Block von 300 Besuchern im Bad möglich“, sagt Graf. Auf der Wiese und im Wasser blieben die Badegäste von den Masken verschont. Bei den Toiletten, im Eingangsbereich und beim Kiosk sind diese allerdings Pflicht.
Besucher halten sich an Regeln
„Bei allen Engstellen wird selbstverständlich auf die Abstandsregelungen und die Maskenpflicht geachtet“, sagt der Werkleiter. Und daran hätten sich die Besucher im Vorjahr auch ohne Probleme gehalten. „Wir haben wirklich vorbildliche Badegäste, alles ist sehr familiär“, sagt Graf. Das mache die Umsetzung des Hygienekonzepts leicht. Wie die Freibadsaison in Edesheim genau ablaufen soll, darüber wird der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde am Donnerstag entscheiden.
Auch in Offenbach sei die Badesaison im Vorjahr reibungslos gelaufen, sagt Mike Bourquin von der Verbandsgemeinde-Verwaltung auf Anfrage der RHEINPFALZ. Das sei nicht zuletzt den vielen Hilfskräften zu verdanken, die das Team aus Bademeistern und Rettungsschwimmern tatkräftig unterstützt hätten. „Wir sind auch für dieses Jahr gewappnet.“ Abstandsmarkierungen, Desinfektionsmittel und geregelte Schwimmbereiche sollen im Queichtalbad für die Einhaltung des Hygienekonzepts sorgen.
Digitaltafel zeigt Anzahl der Besucher
„Wir haben drei Schwimmerbereiche für das Kreisschwimmen und einen extra Bereich zum Aquajoggen eingerichtet“, sagt Bourquin. Letzterer sei so gut angekommen, dass die Verwaltung überlege, ihn dauerhaft zu installieren. Ob die maximale Besucherzahl von 700 erreicht ist, können Gäste sowohl auf der Digitalanzeige vor Ort als auch auf der Homepage des Freibads jederzeit überprüfen.
Im Freibad in Bad Bergzabern sei für eine Öffnung Anfang Mai alles bereit, sagt Werksleiter Simon Sium. „Wir müssen unseren Zeitplan aber an die bundesweiten Richtlinien anpassen.“ Um die persönlichen Kontakte im Bad auf ein Minimum reduzieren zu können, werden Eintrittskarten nur online verkauft. „So kommen wir ohne Bargeld aus, und es bilden sich keine Schlangen am Eingang“, sagt Sium.
Drei Wochen Vorbereitungszeit
450 Badegäste können so ganz bequem von zu Hause ein Tagesticket erwerben. Ob die Besuchergrenze für den entsprechenden Tag erreicht ist, sei auf der Homepage zu sehen. Mit demselben Konzept soll es auch im Freibad in Steinfeld coronakonform zugehen. Das soll voraussichtlich Ende Mai öffnen.
Dietmar Pfister, Ortsbürgermeister von Billigheim-Ingenheim, glaubt an eine Freibadöffnung. „Im vergangenen Jahr sind die Zahlen im Sommer weit runtergegangen, hoffentlich spielt uns das gute Wetter auch dieses Jahr in die Karten“, sagt er. Für das Baden sei es ohnehin noch zu kalt. Knapp drei Wochen Vorbereitungszeit würden gebraucht, um das Freibad nach einem Beschluss auch nutzbar zu machen. „Das Befüllen der Becken mit Wasser und die Untersuchung vom Gesundheitsamt brauchen Zeit“, sagt der Ortsbürgermeister. Für etwa 300 Badegäste soll das Freibad in Ingenheim Platz bieten – mit Luft nach oben.
Sicherheitskräfte sehen nach dem Rechten
Voraussichtlich ab dem Pfingstwochenende soll das Freibad laut Pfister wieder ganztägig von 10 Uhr bis 19 Uhr öffnen. Zwei bis drei Sicherheitskräfte werden während des Freibadbesuchs nach dem Rechten sehen. „Unser Hygienekonzept vom Vorjahr hat sich bewährt und wird auch dieses Jahr wieder umgesetzt werden“, sagt Pfister.
Ob und wann das Freibad in Herxheim wieder für Badegäste zur Verfügung steht, steht noch in den Sternen. Da von Bund und Land noch auf gültige Anordnungen gewartet wird, könne man sich zum gegenwärtigem Zeitpunkt nicht äußern, so die Verbandsgemeindeverwaltung. Die Freibäder in Annweiler und Maikammer bleiben wegen Sanierungen erst einmal geschlossen.
Landau will Mitte Mai starten
Sind die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen auf Bund- und Länderebene gegeben, so geht das Freibad in Landau Mitte Mai an den Start, wie Stadtverwaltung mitteilt.