Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein

In Reihen der abstiegsbedrohten SG Theisbergstegen/Etschberg wird der an der Schulter verletzte Angreifer Marco Scheidt (rechts)
In Reihen der abstiegsbedrohten SG Theisbergstegen/Etschberg wird der an der Schulter verletzte Angreifer Marco Scheidt (rechts) schmerzlich vermisst.

In der A-Klasse Kusel-Kaiserslautern lief es zuletzt für den TuS Schönenberg besonders gut. Mit acht Ligasiegen in Folge geht man mit breiter Brust in das Spiel gegen die in der Defensive anfällige SG Theisbergstegen/Etschberg. Die Gegner wollen sich davon jedoch nicht beirren lassen und hoffen noch auf einen Sieg vor der Winterpause.

Unterschiedlicher könnte die Lage der beiden Gegner am kommenden Samstag (16 Uhr) auf dem Platz in Schönenberg-Kübelberg kaum sein. Auf der einen Seite steht die Heimelf aus Schönenberg mit einer Siegesserie von acht Spielen in der Liga. Zuletzt schlagen konnte sie nur der Ligakontrahent SG GlanAlb im Pokal. Ende Oktober konnte die SG die Schönenberger dort knapp mit 3:2 bezwingen.

In der Liga liegt der letzte Punktverlust sogar noch deutlich länger zurück. Dem unangefochtenem Spitzenreiter TSG Wolfstein-Roßbach unterlag man Ende September mit 1:5. Mit insgesamt erst zwei Niederlagen und einem Unentschieden sichert sich die Heimelf damit bis dato Platz zwei in der Tabelle.

Negativbilanz gegen die Großen

Auf der anderen Seite steht die SG Theisbergstegen/Etschberg. Mit erst drei Siegen in den letzten 15 Spielen liegt der Aufsteiger auf Platz 13 in der Tabelle und muss gegen den Abstieg ankämpfen. Gerade gegen die Spitzenteams konnte bisher kein Sieg gelingen. So unterlag die SG beim VfB Waldmohr mit 2:4, bei der SG GlanAlb mit 0:3 und bei der TSG Wolfstein-Roßbach sogar mit 0:7. Neben zwei Unentschieden kassierten die Gäste bereits zehn Niederlagen.

Spielertrainer Daniel Alexander bemängelt dabei vor allem die vielen Gegentore seiner Mannschaft. Die gegnerischen Teams konnten bereits 52 Treffer im Tor seines Teams unterbringen. Damit musste der SG-Torwart durchschnittlich über dreimal pro Partie hinter sich greifen. Übertroffen werden sie dabei nur noch von Tabellenschlusslicht SG Bechhofen/Lambsborn mit 53 Gegentreffern.

Torjäger Marco Scheidt wird schmerzlich vermisst

Zudem muss die SG Theisbergstegen/Etschberg schon seit einigen Wochen auf Stammspieler Marco Scheidt verzichten. Dieser war letztes Jahr in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern noch der Torgarant bei der SG und auch in dieser Saison bereits drei Mal erfolgreich, fällt jetzt aber aufgrund einer Schulterverletzung längerfristig aus.

Nichtsdestotrotz sieht der bereits selbst schon vierfach erfolgreiche Daniel Alexander nicht alles negativ. Die Trainingsbeteiligung seines Teams sei dennoch sehr gut und die Mannschaft ziehe vollkommen mit.

Ein Punkt, der ihn mit den kommenden Gegnern vereint. Auch Dennis Göddel, Trainer in Schönenberg, lobt die Kameradschaft und Trainingsbeteiligung seines Teams. Außerdem kämen einige Verletzte wieder zurück, hofft der Coach, der in dieser Saison bisher nie auf seine Wunschformation zurückgreifen konnte.

Der TuS ist zuletzt für seine Kontrahenten kaum zu bremsen. ,,Die Lage ist gut. Wir haben acht Spiele in der Liga in Folge gewonnen“, erläutert Dennis Göddel. Damit hat seine Mannschaft (34 Punkte) bei zwei Spielen weniger jetzt schon einen Ein- beziehungsweise Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Dritt- und Viertplatzierten VfB Waldmohr (33 Punkte) und SG GlanAlb (32 Punkte).

Trainer will Euphorie erst einmal bremsen

Auch Spitzenreiter TSG Wolfstein-Roßbach ist mit acht Punkten mehr noch nicht in allzu weite Ferne gerückt, da die Konkurrenz noch zwei Spiele weniger auf dem Konto hat.

Dennoch entgegnet Göddel auf einen möglichen Aufstieg angesprochen: „Das möchte ich bremsen. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“ So geht er auch in die kommende Partie mit Vorsicht: „Ich erwarte tiefstehende Gegner, die gut verteidigen, aber auch gefährlich werden können.“

Bereits letzte Woche tat man sich gegen den abstiegsgefährdeten SV Nanz-Dietschweiler II lange schwer und konnte erst in der 85. Minute den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg erzielen. Dennoch bleibt der Trainer zuversichtlich und hofft auf einen 2:0-Erfolg seiner Mannschaft.

Auch SG-Spielertrainer Daniel Alexander weiß um die bessere Statistik der Gastgeber: ,,Der Gegner ist klarer Favorit. Sie haben acht Spiele in Folge gewonnen. Da geht man ganz anders in das Spiel.“ Es werde daher eine schwere Partie für seine Mannschaft. Er hoffe jedoch, den Gastgebern ein Bein stellen zu können und tippt auf 2:1 für seine Elf.

x