Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Schulen müssen warten

Das Siebenpfeiffer-Gymnasium.
Das Siebenpfeiffer-Gymnasium.

Wie geht es weiter mit der Forderung des Siebenpfeiffer-Gymnasium, die Gemeinsame Orientierungsstufe (GOS) mit der Realschule plus aufzugeben? Die Termine von Landrat Otto Rubly bei der Schulaufsicht in Trier und beim Bildungsministerium in Mainz sind diese Woche geplatzt.

Wegen seiner Corona-Quarantäne musste Rubly beide Gespräche allerdings absagen – sie sollen möglichst schnell nachgeholt werden.

Ursprünglich war geplant, dass in der Kreistagssitzung am 30. September der Schulträgerausschuss neu gewählt wird. Für ausgeschiedene Eltern müssen jedes Jahr neue Mitglieder berufen werden. „Die Kreisverwaltung bedauert, dass die Schulen bisher noch keine Elternvertreter benannt haben. Daher kann der Kreistag die fehlenden Mitglieder nicht nachwählen. Der Schulträgerausschuss am 4. November wird daher auch lediglich zum Gedanken- und Informationsaustausch dienen“, erklärt Kreis-Sprecherin Karla Hagner. Man werde bis dahin in Gesprächen mit allen Beteiligten – Schulaufsicht, Ministerium, Schulelternvertreter und Schulen – an Lösungen arbeiten und dem Gremium verschiedene Lösungsmodelle vorstellen.

Die beiden Kuseler Schulen fühlen sich bei der Begründung nicht angesprochen. Nina Dahlke, Rektorin der Realschule plus, teilt mit, dass die Meldung der Elternvertreter erfolgt sei. Marco Schneider, Stellvertreter am Siebenpfeiffer-Gymnasium, sagt: „Bei uns stand keine Neuwahl an, und wir wurden vom Kreis auch nicht zu einer Meldung aufgefordert.“

Letzter Plan von 2008

Einen Schulentwicklungsplan hatte der Landkreis zuletzt 2008 verabschiedet. Anlass war damals die Schulreform des Landes mit der Auflösung der Hauptschulen. Das damalige Papier war von der Verwaltung in Eigenarbeit erstellt worden. Darin wurde gefordert, die GOS aufzulösen, was damals am Widerstand des Landes scheiterte. In dem Papier von 2008 heißt es: „Diese gemeinsame Orientierungsstufe entspricht faktisch der gemeinsamen Orientierungsstufe einer kooperativen Gesamtschule.“ Gemeinsamkeiten seien auf ein Minimum beschränkt.

Landrat Rubly kündigt auf RHEINPFALZ-Anfrage an, dass die Verwaltung die Zahlen für die Kreismitte derzeit neu erfasse. Ein neuer Schulentwicklungsplan sei für Ende 2021 ins Auge gefasst.

Kommentar zur Schulpolitik

Die Realschule plus.
Die Realschule plus.
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