Lauterecken
Haus Busch wird später fertig
In der Vergangenheit war es immer wieder zu Verzögerungen bei dem Sanierungsprojekt gekommen, etwa durch die überraschende Insolvenz einer beteiligten Firma. Noch unter der Führung von Heinrich Steinhauer hatte sich der Stadtrat sogar geweigert, Aufträge zu vergeben, ohne die Folgekosten zu kennen. Damals hatte es auch noch keinen Pächter gegeben.
Dieses Mal lagen die Dinge jedoch ein wenig anders: Beigeordneter Peter Kriese (CDU) berichtete, dass die städtischen Arbeiten in der Endphase angekommen, aber noch immer „Nachwehen“ durch Corona zu spüren seien. Die Pandemie habe Verzögerungen mit sich gebracht, weil immer nur wenige Arbeiter gleichzeitig die Baustelle hätten betreten dürfen.
Treffen der Handwerker
In der vergangenen Woche habe sich gezeigt, dass der angepeilte Abschluss der Arbeiten am 1. August nicht gehalten werden könne. Um einen Ablaufplan zu erstellen und einen mehr oder weniger fixen Endtermin zu ermitteln, seien alle Handwerker zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen worden. Dieser Einladung seien auch fast alle gefolgt, und seit Donnerstag gebe es nun auch einen aktuellen Plan.
„Wenn alles klappt“, formulierte der Beigeordnete bewusst vorsichtig, „könnten die Arbeiten am 1. September fertig sein“. Ein paar Unwägbarkeiten könne es geben, aber wenn irgendwas unklar sei, habe man vereinbart, das direkt anzusprechen. Die Handwerker würden Hand in Hand arbeiten. Die Betriebe seien auch bereit gewesen, feste Arbeitstermine zu nennen, während vorher alles „etwas schwammig“ formuliert worden sei. „Nun sollte es funktionieren, es wird eng, aber wir bleiben am Ball“, versprach Kriese. Erfreulich sei, dass der Informationsfluss sich in den vergangenen beiden Wochen verbessert habe und das hoffentlich auch bis zur Fertigstellung so bleibe.
Pächter informiert
Informiert über das weitere Vorgehen sei auch Pächter Thomas Konrad, der nach Abschluss der städtischen Arbeiten auch selbst noch Handwerker engagiert habe. Ein konkreter Eröffnungstermin für das neue Restaurant „Fachwerk“ sei daher noch unklar, berichtete Kriese auf Nachfrage von Wolfgang Meyer (FDP).
Dieter Drumm (FWG) kritisierte, dass die Stadt immer alles ausschreiben müsse und nichts frei vergebe. In anderen Gemeinden der Verbandsgemeinde sei es üblich, dass „Kleinigkeiten“ im sehr niedrigen vierstelligen Bereich frei vergeben würden. „Es ist ein Unding, dass einer von Stuttgart kommt zur Reinigung und man hätte hier auch jemanden gefunden“, kritisierte er. Gerade bei kleineren Beträgen sei die freie Vergabe der Ausschreibung vorzuziehen.