Ramstein-Miesenbach
Welche Vorhaben die Stadt Ramstein-Miesenbach in diesem Jahr anpacken will
Mit stabilen Finanzen geht die Stadt Ramstein-Miesenbach ins neue Jahr. Das liegt laut Ralf Hechler, Bürgermeister der Stadt Ramstein-Miesenbach (CDU), vor allem an den hohen Gewerbesteuereinnahmen. Diese sind nach Angaben des Stadtchefs in den vergangenen fünf Jahren von rund vier Millionen Euro auf aktuell etwa zehn Millionen Euro gestiegen. Das Industriezentrum Westrich (IZW) sei inzwischen voll belegt. Eine Erweiterung um drei Hektar ist laut Hechler in Planung. Zurzeit seien in Ortsrandlage noch kleinere Flächen im neuen Gewerbegebiet „Am Wasserturm“ erschlossen. Diesen Erfolg führt der Stadtbürgermeister auf eine „kluge Ansiedlungspolitik“ zurück: „Alle ansiedlungswilligen Betriebe müssen ihr Konzept im Stadtrat vorstellen“, schildert Hechler das Auswahlverfahren.
Bringt der Betrieb Arbeitsplätze?
Weitere Kriterien seien, ob der Betrieb Arbeitsplätze bringe und ob er zu den bereits bestehenden Firmen passe. „Wir wollen keine Monokultur, sondern einen breiten Branchenmix“, so der Stadtbürgermeister. Die Tatsache, dass es während Corona keinen Gewerberückgang in Ramstein-Miesenbach gegeben habe, zeige, dass dieses Konzept aufgehe. Von den hohen Gewerbesteuereinnahmen profitieren auch die Verbandsgemeinde und die vier weiteren Ortsgemeinden Hütschenhausen, Kottweiler-Schwanden, Niedermohr und Steinwenden. Diese hätten durch die Senkung der Verbandsgemeinde-Umlage von ursprünglich 39 auf inzwischen 34 Prozent stark entlastet werden können. „Dadurch konnten alle Gemeinden ihren Haushalt ausgleichen“, stellt Hechler, der in Personalunion auch Bürgermeister der VG Ramstein-Miesenbach ist, die Bedeutung der Gewerbesteuereinnahmen der Stadt heraus. „Und in diesem Jahr versuchen wir, noch einen Prozentpunkt bei der Umlage runterzukommen, auf 33 Prozent “, stellt er in Aussicht.
Investitionen in den Straßenausbau
Mehr als 3,6 Millionen Euro will die Stadt im Jahr 2024 in die städtische Infrastruktur und Einrichtungen investieren. So auch in den Ausbau von Straßen. So werde in die Flieder, Lilien-, die Rosen-, und die Bösdell-Straße im Stadtteil Ramstein investiert. Im Miesenbacher Stadtteil wird laut Hechler unter anderem der Zubringer zum Seewoog, ein Fußweg ab der Abzweigung Altenwoog/Hangweg, ausgebaut.
Weiter fortgeführt werden die Planungen zum „Bildungscampus Ramstein“: Die Idee ist dabei, die Wendelinusgrundschule zu den weiterführenden Schulen zu verlagern. Diese sollen zusammen mit dem Freizeitbad „Azur“ und dem Sportgelände eine Einheit bilden. Dazu gebe es eine Förderung aus dem „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ des Bundes, so Hechler.
Vorangehen soll es auch mit der Sanierung des Congress Centers. Nachdem die Seite zum Busbahnhof hin komplett saniert wurde, sollen nun der alte Haupteingang und das Restaurant auf der Westseite noch energetisch auf Vordermann gebracht und barrierefrei werden.