Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Wieso in Dansenberg nicht gespielt wurde

Die Trommeln bleiben stumm, der TV Willstätt kam nicht.
Die Trommeln bleiben stumm, der TV Willstätt kam nicht.

Als eine halbe Stunde vor dem geplanten Spielbeginn die Zuschauer wieder von dannen zogen, wurde in der Halle fleißig diskutiert. Hätte das für Samstagabend geplante Drittliga-Spiel zwischen dem TuS Dansenberg und dem TV Willstätt nicht auch schon ein paar Stunden früher abgesagt werden können?

TuS-Teammanager Alexander Schmitt betonte im Gespräch mit der RHEINPFALZ mehrfach: „Die Gesundheit steht über allem.“ Trotzdem war er sichtlich angefressen. Erst auf der 160 Kilometer langen Fahrt von Willstätt (bei Offenburg) nach Kaiserslautern habe sich ein Offizieller des Gegners telefonisch gemeldet, um die Dansenberger über einen erkrankten Spieler zu unterrichten. Dieser habe zwar selbst die Reise nicht angetreten, aber die gesamte Woche über mit der Mannschaft trainiert. Als klar war, dass dieser Akteur über seine Mutter in Kontakt zu einem Corona-Verdachtsfall stand, gingen in Dansenberg die Alarmglocken an.

Einvernehmlich geeinigt

Die Entscheidung, einfach ein Spiel abzusagen, konnte und wollte Schmitt aber nicht alleine treffen. Der Staffelleiter sah sich als nicht zuständig an und verwies auf die Gesundheitsbehörden. „Dort haben wir aber niemanden erreichen können“, berichtet Schmitt. Um keine Nachteile zu erlangen, hätten sich beide Teams einvernehmlich auf eine Verschiebung der Partie geeinigt. So trat nicht nur der Mannschaftsbus unverrichteter Dinge die Heimreise nach Willstätt an, sondern auch die beiden Unparteiischen aus Dortmund.

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