Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Westpfalz-Klinikum: Besucherregelung angepasst, zurzeit keine Corona-Patienten auf Station

Im Westpfalz-Klinikum werden für Corona-Patienten weiter Intensiv-Kapazitäten freigehalten.
Im Westpfalz-Klinikum werden für Corona-Patienten weiter Intensiv-Kapazitäten freigehalten.

Fragen und Antworten: In den vergangenen Tagen und Wochen wurden in Stadt und Landkreis wieder etwas mehr Corona-Fälle gemeldet. Wie reagiert das Westpfalz-Klinikum darauf? Werden dort aktuell Corona-Patienten behandelt? Wer darf wen besuchen? Und muss in den Zimmern eine Maske getragen werden?

Gibt es zurzeit Corona-Patienten im Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern?
Mittlerweile sind im Westpfalz-Klinikum seit Ausbruch des Coronavirus mehr als 100 Covid-19-Patienten behandelt worden. Stand Dienstagmittag lagen aber keine Corona-Patienten auf Station. Die Covid-19-Patienten werden grundsätzlich und auch in Zukunft personell sowie räumlich getrennt auf speziellen Isolationsstationen behandelt.

Werden Betten, speziell für Corona-Patienten, freigehalten oder ist der Normalbetrieb wieder hergestellt?
Das Westpfalz-Klinikum hält weiter 20 Prozent seiner Intensiv-Kapazitäten für Covid-19-Patienten frei. So fordert es auch der Gesetzgeber. Die Belegung auf allen Normalstationen wurde nach und nach wieder hochgefahren. Geschäftsführer Peter Förster spricht davon, dass die freigehaltenen Kapazitäten deutliche Einnahmeeinbußen bedeuten. Das Klinikum erhält eine Freihaltepauschale von 560 Euro pro Tag und freigelassenem Bett, die aber in vielen Fällen nicht ausreicht um die Kosten zu decken. Dafür wären 800 bis 900 Euro nötig.

Wohin sollen sich Patienten bei Verdacht auf eine Corona-Infektion wenden? Die Fieberambulanz ist zu, das Testzentrum in Kaiserslautern ebenfalls.
Betroffene sollten nach wie vor in einem ersten Schritt ihre hausärztliche Praxis anrufen. Dort bekommen sie entweder einen Untersuchungstermin oder eine Anlaufstelle genannt. Hat die hausärztliche Praxis oder die Corona-Anlaufstelle in der Nähe geschlossen, können sich Betroffene an den Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Dieser ist rund um die Uhr unter Telefon 116 117 (ohne Vorwahl) erreichbar.

Wo werden Patienten, die zur Abklärung einer Corona-Infektion kommen, aufgenommen?
Patienten, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollten sich zuerst bei ihrem Hausarzt telefonisch melden. Für Personen mit entsprechenden Symptomen ist im Westpfalz-Klinikum ein eigener Wartebereich ausgeschildert. Er ist über den Haupteingang erreichbar. Dort geht es nicht hinauf zur Zentralen Notfallambulanz (ZNA), sondern Patienten müssen im Erdgeschoss klingeln und warten bis ein Mitarbeiter der ZNA sie zum Gespräch holt. Dann wird das weitere Vorgehen besprochen, und geklärt, ob eine Aufnahme auf Station notwendig ist.

Wo herrscht im Gebäude Maskenpflicht?
Beim Betreten des Westpfalz-Klinikums gilt weiter Maskenpflicht. Patienten erhalten bei ihrer Aufnahme einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz. Auch Besucher sind aufgefordert, beim Betreten des Klinikums eine sogenannte Community-Maske zu tragen. Sie sollen zudem am Eingang die Hände desinfizieren und während des Aufenthalts die Hygiene-Richtlinien wie Mindestabstand und Niesetikette einhalten.

Personen, die Symptome haben, die auf COVID-19 hinweisen, oder die innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt zu einer an dem Coronavirus erkrankten Person hatten, ist der Zutritt nicht gestattet.

Wer zu einer geplanten Behandlung ins Westpfalz-Klinikum kommt, wird vor der stationären Aufnahme per Rachenabstrich auf das Coronavirus getestet. Der Abstrich wird in einem von der Aufnahme separierten Bereich genommen.

Welche Regeln müssen Patienten auf Station einhalten?
Auf den Gängen, auf dem Weg zu oder bei Untersuchungen herrscht wie im restlichen Gebäude Maskenpflicht. Im Zimmer, sofern die allgemeinen Hygienerichtlinien, insbesondere das Abstandhalten, umsetzbar sind, ist dagegen kein Mund-Nasen-Schutz erforderlich. Sollten sich aufgrund der neuen Besucherregelung aber vermehrt Personen gleichzeitig im Patientenzimmer aufhalten, appelliert das Klinikum, sich und andere zu schützen.

Wie viele Besucher dürfen pro Patient kommen?
Das Westpfalz-Klinikum hat die Besucherregelung für Angehörige von Patienten an den vier Standorten Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen angepasst. Seit vergangenen Montag können Patienten zwei Besucher für maximal zwei Stunden am Tag empfangen. In Einzelfällen können weiterhin Ausnahmeregelungen mit dem medizinischen Personal getroffen werden. Das Klinikum appelliert aber an die Angehörigen, nur zwingend notwendige Besuche zu machen, da mit jedem Besuch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich Viren auch im Krankenhaus verbreiten.

Wird auf allen Stationen vermehrt desinfiziert?
In allen Bereichen, in denen isolierte Patienten liegen werden insbesondere Kontaktflächen mehrmals täglich desinfiziert. In allen anderen allgemeinen Bereichen erfolgt die Desinfektion von Flächen mindestens einmal am Tag.

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