Basketball
Oberliga: Nach der Pause kommt der FCK-Express ins Rollen
Durch den zwölften Saisonsieg wahrten die Roten Teufel ihre Chancen auf einen Platz in der Spitzengruppe. Das Ziel, die Saison unter den ersten Drei zu beschließen, ist nach wie vor in Reichweite. Der Rückstand auf den Tabellendritten Eintracht Lambsheim, der am 16. März seine Visitenkarte in Kaiserslautern abgibt, beträgt drei Spieltage vor dem Saisonende zwei Punkte.
Dass am Ende der Partie gegen den TuS Ensdorf der zweithöchste Saisonsieg zu Buche stehen sollte, war vor der Pause keinesfalls abzusehen. Die Mannschaft von Trainer Michael Skender tat sich gegen die bereits als Absteiger feststehenden Saarländer zunächst deutlich schwerer als erwartet und offenbarte vor allem in der Abwehr große Schwächen. Die Gäste hatten zwei starke Schützen in ihren Reihen, die vor der Pause aus allen Lagen trafen. Topscorer Michael Akinsiku steuerte mit seinem Mannschaftskameraden insgesamt 44 Punkte bei. Die restlichen Punkte verteilten sich auf sechs weitere Schützen, von denen keiner mehr als acht Punkte zustande brachte. Das war zu wenig, um in der Westpfalz für eine Überraschung sorgen zu können.
Insgesamt 13 Dreier
„Nach den jüngsten Auftritten hatte ich schon damit gerechnet, dass wir ein wenig eingerostet in die Partie starten würden. Das hat sich dann leider auch bewahrheitet. Nach der Pause ist es uns gelungen, unsere Stärken besser auszuspielen und unsere Schützen besser in Szene zu setzen“, konstatierte Co-Trainer Thomas Erb, dessen Team von außen konstant punktete und insgesamt 13 Dreier im gegnerischen Korb versenkte. Besonders erfreulich aus Sicht von Trainer Michael Skender war, dass es gegen Ensdorf in Nils Klein (14 Punkte), Israel Rouse (14), Max Weißmann (13) und Dennis Nickolaus (12) diesmal vier Eigengewächse waren, die über weite Strecken die Akzente setzten. Am effektivsten agierte der US-Amerikaner Malik Pugh. Der Guard avancierte mit 18 Punkten zum Topscorer.
Ensdorf hatte zunächst mehr vom Spiel, versäumte es beim Stand von 13:10 (5.) und 24:21(12.) jedoch, seine knappe Führung weiter auszubauen. Der FCK wurde jetzt zusehends stärker (40:33/17.). Das letzte Wort vor dem Seitenwechsel gehörte jedoch den Saarländern, die ihr Pulver nach dem 9:2-Lauf zum 42:42-Halbzeitstand jedoch endgültig verschossen hatten. Fortan spielte nur noch eine Mannschaft: Kaiserslautern. Einmal ins Rollen gekommen, war der FCK-Express nicht mehr aufzuhalten. Die Rot-Weißen entschieden den zweiten Durchgang mit 59:25 klar zu ihren Gunsten und knackten kurz vor dem Ende dank Allzweckwaffe Gergely Hosszu sogar noch die 100-Punkte-Marke.
FCK-Damen quittieren 49:61-Niederlage
Für die Regionalliga-Damen des 1. FC Kaiserslautern verlief das Wochenende weniger erfreulich. Die Mannschaft von Trainer Max Middleton quittierte beim Mittelfeldteam TV Krofdorf-Gleiberg ihre 17. Saisonniederlage und bleibt somit Tabellenletzter. Beim 49:61 (27:36) präsentierten sich die Barbarossastädterinnen über weite Strecken auf Augenhöhe. Ein schwaches zweites Viertel (13:21) machte in einer sonst ausgeglichenen Partie den Unterschied. Eine starke Vorstellung von Charlotte Herzog (14 Punkte), die in Abwesenheit von Topscorerin Theresa Schmitt zur besten Schützin avancierte, war nicht ausreichend, um den dritten Saisonsieg zu landen.
Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt drei Spieltage vor Schluss zwei Punkte. Am letzten Spieltag könnte es beim oberen Tabellennachbarn TSG Wieseck zum entscheidenden Duell um den Klassenerhalt kommen. Zuvor stehen noch die Herkulesaufgaben gegen den Spitzenreiter HTG Bad Homburg II und den Tabellendritten SG Weiterstadt an.