Kaiserslautern
Kleines Neubaugebiet in Erlenbach kommt
Seit drei Jahren schon wird darüber diskutiert, jetzt ist Land in Sicht. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig grünes Licht dafür gegeben, den Bebauungsplan zu beschließen. Die Zustimmung des Stadtrates dürfte damit reine Formsache sein.
Auf knapp 5000 Quadratmetern nordwestlich der Weiherstraße in zentraler Lage sollen 18 Wohneinheiten entstehen, zwei Doppelhäuser, drei Reihenhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen. Anders als im ursprünglichen Entwurf werden zwei Gebäude weniger zugelassen, um die Wohnqualität zu erhöhen und weniger Fläche versiegeln zu müssen.
Baudezernent Peter Kiefer sprach von einem „kleinen, aber feinen Baugebiet“. Vorgesehen ist eine zweigeschossige Bauweise mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss. Vorgeschrieben sind Flach- oder Pultdächer, die begrünt werden müssen, sowie Regenrückhaltung. Auch Solaranlagen werden Pflicht. „Die Dächer sollen mit PV-Anlagen in Verbindung mit Wärmepumpentechnik ausgestattet werden, so dass eine CO2-neutrale Energieversorgung erreicht wird“, heißt es in den Vorgaben. „Wir haben versucht, ökologische Aspekte in den Bebauungsplan einzuarbeiten“, erläuterte Elke Franzreb, Leiterin des Ressorts Stadtentwicklung.
Reichen die Kita-Plätze nicht aus?
Franzreb berichtete, zuletzt seien Bedenken angemeldet worden, es müssten zusätzliche Kitaplätze geschaffen werden, wenn junge Familien zuziehen. Michael Littig (CDU) erklärte, dass schon jetzt 30 Kitaplätze in Erlenbach fehlen. An der Grundschule aber gebe es keine Probleme, sei ihm versichert worden. Littig warf die grundsätzliche Frage auf, ob künftig, wenn nicht mehr auf der grünen Wiese gebaut werde, Investoren verpflichten werden könnten, sich an Infrastrukturmaßnahmen zu beteiligen.
Peter Kiefer hielt dagegen, in erster Linie müsse es der Stadt darum gehen, neuen Wohnraum zu schaffen, um die Stadt attraktiv zu halten. Das stehe absolut im Vordergrund. Laut Franzreb können Investoren über städtebauliche Verträge beteiligt werden. Das müsse passieren, bevor ein Bebauungsplan beschlossen werde. Das sei eine Aufgabe für die Zukunft.
Ortsvorsteher Fritz Henrich warnte davor, jetzt noch Auflagen zu machen. Es handele sich hier um eine typische Innenverdichtung. Daraufhin klärte Littig auf, ihm sei es darum gegangen, über das Vorgehen in der Zukunft zu diskutieren. Am Ende spielte die Kitaplatz-Frage in dem Ortsteil mit 2220 Einwohnern keine Rolle mehr.