Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel DFB-Pokal-Finale: Kein Public Viewing auf dem Betze

Das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Saarbrücken verfolgten über 17.000 Fans im Fritz-Walter-Stadion. Zum Finale am 25. Mai wird es do
Das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Saarbrücken verfolgten über 17.000 Fans im Fritz-Walter-Stadion. Zum Finale am 25. Mai wird es dort kein Public Viewing geben.

Am 25. Mai spielt der 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokal-Finale gegen Bayer Leverkusen in Berlin. Alle, die keine Karten bekommen, dürfen diesmal nicht auf ein Public Viewing im Fritz-Walter-Stadion hoffen. Womöglich gibt es aber ein Alternativangebot in der Stadt.

Über 17.000 FCK-Fans hatten am 2. April das Pokal-Halbfinale der Roten Teufel gegen Saarbrücken auf dem Betzenberg verfolgt. Das waren mehr Zuschauer als im ausverkauften Ludwigsparkstadion, wo die Partie ausgetragen wurde. Zum Pokal-Finale Ende Mai wird es allerdings kein Public Viewing im Fritz-Walter-Stadion geben, wie der FCK auf Nachfrage mitteilte. „Da alle FCK-Mitarbeiter rund um das Pokal-Finale in Berlin benötigt werden, ist es für uns leider nicht möglich, ein Public Viewing anzubieten“, teilt Stefan Roßkopf, Leiter der Unternehmenskommunikation des Zweitligisten, mit. Bei der Übertragung der Halbfinalpartie auf dem Betze waren rund 500 Menschen im Einsatz, insbesondere im Bereich Catering und Sicherheitsdienst, aber auch 20 bis 30 Mitarbeiter der Geschäftsstelle, die die Veranstaltung organisiert haben, wie Roßkopf einordnet. Insgesamt umfasse die Geschäftsstelle des FCK knapp unter 60 Mitarbeiter. Das ist nicht mit dem Personal eines Erstligisten zu vergleichen. „Und selbst wenn der eine oder andere in Berlin nicht arbeiten muss, wollen wir nicht sagen: ,Du bleibst jetzt zuhause’“, sagt Roßkopf. Anders als beim Pokal-Halbfinale, als nur 1800 Karten an FCK-Fans gingen, wird der Verein für das Finale rund 25.000 Tickets erhalten. „Ich denke, dass viele, die eine Karte haben möchten, in Berlin dabei sein können“, sagt Roßkopf. Vor diesem Hintergrund sei es schwer einzuschätzen, wie groß die Nachfrage nach einem Public Viewing in Kaiserslautern sein wird.

Ziel: Public Viewing in der Innenstadt

Alle Daheimgebliebenen können aber dennoch auf eine Veranstaltung hoffen, bei der das Finalspiel gemeinsam geschaut werden kann. FCK und Stadt sind bezüglich eines Public Viewings in engem Austausch. „Ein Public Viewing in der Innenstadt ist erklärtes Ziel“, teilt die Pressestelle der Stadt mit. Dazu stimme man sich aktuell mit dem 1. FC Kaiserslautern, Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten ab, „um gemeinsam die Möglichkeiten einer Kooperation im Rahmen des DFB-Pokal-Finales und etwaiger Relegationsspiele zu eruieren“. Wo ein solches Public Viewing stattfinden könnte, erklärt die Stadt noch nicht. Der Messeplatz wird beispielsweise belegt sein, weil dort am 24. Mai die Mai-Kerwe startet. Beim Aufstieg des FCK aus der Dritten Liga fand die Aufstiegsfeier 2022 auf dem Stiftsplatz statt, wo vor dem Hotel Saks eine Bühne aufgebaut war.

Relegation aktuell noch kein Thema

Ob im Rahmen einer möglichen Relegation – wie schon 2022– ein Public Viewing im Fritz-Walter-Stadion stattfinden wird, ist offen. Damit beschäftige man sich aktuell nicht. „Wir wollen den Klassenerhalt natürlich auf dem direkten Weg schaffen“, sagt Roßkopf. Beim Public Viewing im Rahmen des Relegationsrückspiels gegen Dresden, das der FCK mit 2:0 gewann, stürmten die Fans im Anschluss den Platz, sicherten sich Teile des Stadionrasens, zerstörten aber auch Werbebanden und Tore. Aus Angst vor einem möglichen Platzsturm auf ein Public Viewing zu verzichten, spiele allerdings keine Rolle, sagt Roßkopf. Sollte der FCK an der Relegation teilnehmen, wäre das Hinspiel voraussichtlich am 22. Mai beim Drittligadritten, am 29. Mai könnte das Rückspiel auf dem Betzenberg stattfinden. „Es würde mich sehr wundern, wenn Fans den Rasen stürmen würden, wenn sie wüssten, dass ihre Mannschaft hier noch um den Klassenerhalt kämpft“, sagt Roßkopf.

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