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Donnerstag, 18. Oktober 2018 Drucken

Kaiserslautern

stadtleben: Ein pakistanisches Essen

Erhielt gestern den DAAD-Preis: Muhammad Mohsin Ghaffar.

Erhielt gestern den DAAD-Preis: Muhammad Mohsin Ghaffar. ( Foto: VIEW)

23 Prozent der Präsenzstudierenden an der Technischen Universität Kaiserslautern kommen aus dem Ausland. Einer von ihnen ist Muhammad Mohsin Ghaffar. Er hatte gestern einen besonderen Grund sich zu freuen. Bei der Verleihung des DAAD-Preises (Deutscher Akademischer Austauschdienst) konnte er ein Preisgeld von tausend Euro entgegennehmen. Dem Mitarbeiter am Lehrstuhl Entwurf Mikroelektronischer Systeme von Professor Norbert Wehn, Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationales der TU, stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Was er mit dem Geld vorhat? „Meinen Tutor Christian Weis zu einem pakistanischen Essen einladen“, zeigt er sich seinem Kollegen und Betreuer seiner Masterarbeit dankbar.

Muhammad Mohsin Ghaffar stammt aus Pakistan. Hat an der Uni in Islamabad seinen Bachelor in Elektro- und Informationstechnik absolviert und an der TU Kaiserslautern im Studiengang Electrical and Computer Engineering 2013 seinen Master gemacht. Zurzeit arbeitet er an seiner Promotion. Doch nicht nur das Studium ist dem 31-Jährigen ein persönliches Anliegen. Beteiligt war er an der Gründung eines Entwicklungszentrums, einer Kooperation zwischen der TU und der National University of Science and Technology seines Heimatlandes. Der Pakistani glänzt nicht nur mit seinen akademischen Leistungen. Bemerkenswert ist ebenso sein gesellschaftliches und interkulturelles Engagement.

Er steht der Vereinigung Pakistanischer Studierender an der TU vor und spielt aktiv im Cricket-Team des Hochschulsports. Stolz erinnert er an eine Goldmedaille und zwei Silbermedaillen, die er mit seiner Mannschaft in der Vergangenheit errungen hat. „Die Pfalz ist zu meiner zweiten Heimat geworden.“ Hier hat er Freunde gewonnen. Hat durch seinen Sport angrenzende Bundesländer kennengelernt und seine Deutschkenntnisse erweitert. Nichts kommen lässt er auf den guten Mittagstisch in der Mensa und auf Flammkuchen. Zusammen mit seiner Frau Sara fühlt er sich im Uniwohngebiet zu Hause.

Nach Beendigung seiner Promotion, sein Vertrag an der Technischen Universität läuft bis 2020, strebt Muhammad Mohsin Ghaffar eine Assistenzprofessur in seiner pakistanischen Heimat an. |jsw

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