Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Hochwasserschutz im Leiningerland: Es wird höchste Zeit

Dass sich das Leiningerland um den Hochwasserschutz kümmern sollte, zeigen Bilder wie dieses aus Kleinkarlbach von 2021.
Dass sich das Leiningerland um den Hochwasserschutz kümmern sollte, zeigen Bilder wie dieses aus Kleinkarlbach von 2021.

Kann man beim Hochwasserschutz nicht schneller aus den Schäden im Moscheltal klug werden?

Aus Schaden wird man klug, lautet ein altes Sprichwort. Bezogen auf den Hochwasserschutz müsste es wohl heißen: Nur aus eigenem Schaden wird man klug. Schließlich haben die Überschwemmungen im 40 Kilometer entfernten Moscheltal schon vor neun Jahren die aus dem Klimawandel resultierenden Gefahren aufgezeigt. Innerhalb eines Tages war das Bächlein auf 20 Kilometern Länge zur Flutwelle geworden. Dass dort damals die Schadenshöhe an Häusern und Infrastruktur in die Höhe von zig Millionen ging, war auch der ungenügenden Hochwasservorsorge geschuldet. Dabei wäre vieles einfach zu verhindern gewesen. Etwa, dass Totholz und Silage-Ballen der Landwirte das Wasser an vielen Brücken im Ortsbereich stauten. Oder dass viele Gräben, die das Hochwasser eigentlich zu Rückhaltebecken leiten sollte, zugewachsen waren. Ähnliche Mängel sind vor zwei Jahren nach einem etwas längeren Regen auch in einigen Eckbachgemeinden zu beobachten gewesen. Es wird also höchste Zeit, dass der Hochwasserschutz einen höheren Stellenwert bekommt. Und das dauerhaft. Vielleicht hilft das beschlossene Konzept dabei, tätig zu werden. Vielleicht ja sogar noch rechtzeitig, um nicht aus eigenem Schaden klug werden zu müssen.

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