Handball
Oberliga: TV Homburg feiert in Dirmstein die Meisterschaft
Möglich wurde die Meisterfeier des TV Homburg durch die Niederlage der SF Bundenheim in Bingen. Dass die Gäste damit motiviert nach Dirmstein anreisten, war klar. Doch auch HSG-Trainer Thorsten Koch machte seine Jungs heiß: „Wir wollten es den Homburgern zumindest so schwer wie möglich machen.“
Für den HSG-Trainer hätte die Meisterfeier nicht ausgerechnet in Dirmstein stattfinden müssen. „Sicher wäre es den Homburgern auch insgesamt lieber gewesen, wenn sie das vor eigenem Publikum getan hätten“, spekulierte der Übungsleiter.
Allerdings gab es noch einen Dämpfer vor Spielbeginn für die Gastgeber. Maximilan Schreiber konnte verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden. „Das hätte uns im Angriff und in der Abwehr schon noch einige Prozentpunkte gebracht“, ist sich der Übungsleiter sicher. Die HSG ging nur mit vier Rückraumspielern in die Partie.
Trotzdem habe sich von Anfang an ein munteres Spiel vor einer stimmungsvollen Kulisse entwickelt. Immerhin 120 Fans waren in der Halle. Etliche davon hatten die Gäste aus dem Saarland mitgebracht. Die ersten Minuten waren die Gastgeber auch noch gut dabei. Das die Homburger aber eine gute Mannschaft aufs Feld schicken, dass sei allen klar gewesen. Yves Kunkel, der noch nicht vor allzu langer Zeit in der Ersten Liga aufgelaufen ist, jetzt in der Mannschaft der Saarländer steht, warf alleine elf Treffer.
Homburg war die komplette Spielzeit in Führung. Doch die HSG war auch nach einer Viertelstunde noch dran (6:7). Danach gelang es den Homburgern etwas weiter davonzuziehen. Quasi mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit erzielte HSG-Spieler Laurenz Pabst den achten Treffer für die Gastgeber. Halbzeitstand war 8:15.
Als nach rund 43 Minuten die Gastgeber den Rückstand nochmals verkürzen konnten (16:21), keimte in Trainer Thorsten Koch zumindest die Hoffnung auf, dass der Spitzenreiter noch einmal ein wenig wackel könnte. Tat er aber nicht. „Insgesamt muss man eingestehen, dass diese Homburger eine Nummer zu groß für uns sind. Der Sieg des Meisters war verdient“, räumte Koch sportlich fair ein. „Alles in allem bin ich auch mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Es war ein vom Kampf geprägtes und über weite Teile spannendes Spiel.“
Nun gehe es daraum, die Spannung hochzuhalten. Das nächste Sopiel ist auswärts beim Tabellenzweiten Budenheim, dann muss die HSG nach Bingen. „Ich bin froh, dass der Klassenerhalt schon gesichert ist“, sagte Koch.