Donnersbergkreis Warum vermehrt Hubschrauber über den Wäldern kreisen

Momentan kreisen wieder vermehrt Hubschrauber über Wäldern, um Kalk auszubringen.
Momentan kreisen wieder vermehrt Hubschrauber über Wäldern, um Kalk auszubringen.

Die ersten Bewohner des Donnersbergkreises könnten sie schon entdeckt haben: Hubschrauber, die über den Wäldern kreisen. Denn seit Anfang dieser Woche wird im Forstamtsbereich wie in den vergangenen Jahren auch eine Bodenschutzkalkung durchgeführt. Begonnen wurde im Forstrevier Sippersfeld mit dem Wald des Hofguts Neumühle. Im weiteren Verlauf werden die Wälder in den Gemarkungen Imsweiler, Rockenhausen, Gehrweiler, Gundersweiler, Waldgrehweiler sowie Schiersfeld und Bolanden gekalkt.

In den beiden vergangenen Jahren wurden im Forstamt Donnersberg bereits auf einer Fläche von circa 6400 Hektar 19.000 Tonnen Kalk ausgebracht, heißt es aus dem Forstamt. Nun folgen noch einmal 2700 Hektar, die voraussichtlich bis Ende Februar 2024 fertig gekalkt sind.

Immunsystem schützen

Pro Hektar Waldfläche werden drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk ausgebracht. Die Verteilung erfolgt mit speziell ausgerüsteten Hubschraubern. Der Kalk ist für den Menschen gesundheitlich unbedenklich. Um jedoch Verschmutzungen an Kleidung oder parkenden Autos sowie mögliche Beschädigungen durch das Herabfallen von kleineren Kalkbrocken und sonstige Störungen zu vermeiden, sollte das beflogene Waldgebiet während der Ausbringungszeiten gemieden werden.

Die Bodenschutzkalkung ist übrigens keine Düngung, sondern soll der Bodenversauerung und Nährstoffverarmung entgegenwirken. Ist der Boden übersäuert, vertragen das die heimischen Pflanzen nicht, die ein anderes Bodenmillieu gewohnt sind. Sie sterben ab. Das schade auf Dauer dem Immunsystem des Walds. Dieses sei unter anderem wegen der Dauerhitze im Sommer und der damit einhergehenden Trockenheit sowie den Schadstoffen ohnehin schon angegriffen.

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