Kirchheimbolanden
Warum die Braugerstenkönigin nicht mehr weiter machen will
Sie übergeben Ihr Amt jetzt an Ihre Nachfolgerin. Gibt es einen besonderen Grund dafür, dass Sie nicht weitermachen?
Ronja, I.: Ich habe vor, mich für 2024 als Milchkönigin zu bewerben, was über ganz Rheinland-Pfalz und das Saarland geht. Dafür darf ich kein anderes Amt innehaben. Und außerdem könnte ich auch nicht gleichzeitig zwei Ämtern gerecht werden.
Wie bewertet die „scheidende Majestät“ die vergangenen Jahre?
Ronja I.: Es gab wirklich tolle Termine während meiner Amtszeit wie beispielsweise den Blumenkorso in Bad Ems. 2019, direkt nach der Krönung, gab es ein dreitägiges Hoheitentreffen in Witzenhausen, das war auch wirklich toll. Während der Corona-Zeit gab es natürlich keine Termine, aber 2022 war schon wieder gut gefüllt mit zirka 20 bis 25 Terminen.
Wie gestaltet sich die Amtsübergabe an die neue Königin?
Ronja I.: Am Sonntag werde ich nach dem Umzug auf der Bühne meine Krone absetzen und dann an meine Nachfolgerin Larissa übergeben.
Herr Muchow, gab es besondere Vorbereitungen seitens der Stadt für die Amtsübergabe der Braugerstenkönigin?
Muchow: Im Vorfeld haben wir uns mit allen Beteiligten der Bierwoche für ein Brainstorming an einen Tisch gesetzt. Es ist uns wichtig, dass alle scheidenden Majestäten einen würdevollen Abschied bekommen. Auch viele ehemalige Majestäten haben ihre Teilnahme an der Bierwoche angekündigt. Und im Anschluss wollen wir einen neuen und schönen Start für die designierten Hoheiten haben. Es war uns auch mit der Krönung am Sonntag wichtig, dass uns Helmut Obenauer und Ronja noch einmal ihre letzte Bierwoche im vollen Umfang schenken können. Der Höhepunkt wartet sozusagen am Ende. Mein erstes Bier gibt es dann erst auch erst am Sonntag nach dem Umzug ...
Larissa, wie kam es zu Ihrer Bewerbung für das Amt?
Larissa I.: Meine Vorgängerin Ronja hatte mich kontaktiert, ob ich mir vorstellen könnte, die neue Braugerstenkönigin zu werden, und hat mir über die Aufgaben des Amtes berichtet. Ich habe dann mit meinen Eltern gesprochen und signalisiert, dass ich mir das vorstellen könne. Parallel wurde ich auch von Marc Muchow angesprochen, und innerhalb von 10 Minuten haben wir „den Sack zugemacht“. Dann gab es kein Zurück mehr.
Wie ist Ihr persönlicher Bezug zum Bier, Larissa?
Larissa, I.: Beim Amt der Braugerstenkönigin geht es ja in erster Linie um die Gerste. Meine Eltern haben einen landwirtschaftlichen Betrieb in Ilbesheim und bauen selbst zirka 50 Hektar Braugerste an. Da passt das natürlich perfekt. Demnächst will ich auch zusammen mit Ernst-Ludwig Huy (der nächste Bierkönig, Anm. d. Red.) zu einer Führung bei der Firma Bindewald, die die Braugerstenmalze herstellt. Für die Zukunft denke ich, dass ich das Thema zusammen mit dem Bierkönig gut rüberbringen kann.