Fußball
TuS Steinbach zieht gegen Gau-Odernheim mit 0:4 den Kürzeren
„Meine Mannschaft war couragiert. Das Ergebnis spiegelte nicht den Verlauf des Spiels wieder und ist ein zwei Tore zu hoch ausgefallen“, befand der Steinbacher Trainer nach der Partie. Vor 100 Zuschauern boten die TuS-Akteure dem favorisierten Team aus Gau-Odernheim zunächst sehr gut Paroli. Die beiden Krautschneider-Brüder beim TuS für das Spiel gegen ihren ehemaligen Klub natürlich besonders motiviert. Bis zur 35. Minute sah es gut aus für die Steinbacher. Der TuS erspielte sich auch einige gute Gelegenheiten. Allerdings spielen wir im letzten Drittel nicht zielstrebig und sind im Abschluss nicht kaltschnäuzig“, sagte Christoph Heinrich. Doch dann wurde es kurios. Ein harmloser Schuss von Eure Gümüs knallte an den Pfosten. Von dort ging der Ball an den Rücken des Steinbacher Keeper Klaus Siebecker und dann ins Tor der Donnersberger. Der TuS-Schlussmann bekam das Eigentor zum 0:1 (39.) zugeschrieben. „Das war ja kein klassischer Selbsttreffer“, befand Coach Heinrich und klagte: „Wenn du eben unten drin bist, dann kommt auch noch so etwas.“
Der Treffer gab den Gau-Odernheimern Selbstvertrauen. Die Steinbacher wirkten für kurze Zeit konsterniert. Die Folge: Gümüs setzte sich durch und traf kurz vor der Pause zum 2:0 (41.) für die Mannschaft von Coach Christoph Hartmüller. „Die Partie war zunächst 35 Minuten ausgeglichen, dann machen wir einen Fehler beim Einwurf vor dem 0:1 und einen im Spielaufbau beim 0:2, ärgerlich“, sagte Heinrich.
Gau-Odernheim kam besser aus der Halbzeitpause. Doch ab der 60. Minute gestalteten die Steinbacher erneut ausgeglichen. Mit fortdauernder Spielzeit machte der abstiegsbedrohte Aufsteiger dann hinten auf. Gau-Odernheim nutzte die Räume im Stil einer Spitzenmannschaft für Konter. „Der TSV war dann eben eiskalt vor dem Tor“, befand Christoph Heinrich. Leon Robinson (78.) und Fabio Moreno Fell (90.+1) erzielten zwei weitere Treffer für die Rheinhessen, für die die Partie das erste Pflichtspiel nach der Winterpause war.
Die Steinbacher rutschten durch die 13. Saisonniederlage im 20. Spiel auf den letzten Tabellenrang ab. Doch an der Gesamtausgangsposition änderte sich trotz des erneuten Negativerlebnis erst einmal nicht so viel für Heinrich und Co. Der Rückstand auf das rettende Ufer, also Platz zwölf den der SV Hermersberg belegt, beträgt aktuell zwölf Punkte. Heinrich van nach dem 0:4 zu: „Die Luft wird immer dünner.“ Er sagte aber auch: „Aber wir geben nicht auf.“
So spielten sie
Steinbach: Siebecker - Mirschberger, Wolf, Gödtel (73. Walther),Hayrapetyan - Metzinger, Roth, Stumpf, Schunk (73. Metz) - Lukas Krautschneider, Jonas Krautschneider.