Oberndorf Nach Knatsch und Neuwahlen: Gemeinderat nimmt Arbeit auf

Alles auf Null: Der neue Oberndorfer Gemeinderat hat sich konstituiert.
Alles auf Null: Der neue Oberndorfer Gemeinderat hat sich konstituiert.

Darauf hat Oberndorf wahrlich lange warten müssen: Nach einem knappen halben Jahr ohne intakten Gemeinderat trat nun das frisch gewählte Gremium erstmals zusammen – und begann gleichzeitig damit, die zuletzt ruhenden Themen wieder ins Rollen zu bringen.

„Es war eine sehr angenehme, erfolgreiche Sitzung“, freute sich Ortsbürgermeisterin Claudia Linn, die im vergangenen Winter den Rücktritt von gleich vier Ratsmitgliedern weg- und reichlich Kritik an ihrer Person einstecken musste. Es folgten eine kurze Findungsphase und Neuwahlen, ehe es nun in Oberndorf politisch weitergehen konnte und kann.

Das interessierte offensichtlich auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. „Es waren überraschend viele Besucher da“, informierte Linn. Die Oberndorfer wollten sich wohl persönlich davon überzeugen, dass der neu gewählte Rat wieder in der Lage ist, zusammen an Lösungen für die Gemeinde zu arbeiten. Sie wurden Zeugen, dass mit Jutta Hirsch und Martin Wilhelm neue Beigeordnete gewählt wurden und die Einführung des neuen Rates ohne Probleme vonstatten ging. „Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass der Rückhalt durchaus noch da ist“, sagte Linn.

Haushalt endlich verabschiedet

Gemeinsam wolle man nun die Themen angehen, die zuletzt zwangsläufig auf der Strecke blieben. Allen voran der Haushalt, der einstimmig und ohne große Änderungswünsche verabschiedet wurde. „Das wurde tatsächlich Zeit“, atmete Linn hörbar durch. Sollte es nun seitens der Kreisverwaltung keine Einwände mehr geben, könnten erste Projekte (wieder) angegangen werden. Dazu zähle unter anderem die Umgestaltung von Teilen des Friedhofgeländes. Auch der Spielplatz steht auf der Investitionsliste.

„Was mir ebenfalls sehr wichtig ist, ist das Thema Dorfmoderation“, erklärte Linn weiter. Dahinter steckt die Idee, in einem ersten Schritt in der Gemeinde zu erfragen, wie groß Bedarf und Interesse an einem Dorferneuerungskonzept wären, wie es in anderen Gemeinden ja bereits praktiziert wird. „Die nächsten Schritte wären dann eben die Dorferneuerung und Dorfentwicklung“, so Linn. Ein Projekt, für das sie in dem verbliebenen Jahr der Wahlperiode zumindest die Grundsteine legen will.

Wunsch: Tempo 30 in Hauptstraße

Gleiches gelte für ein weiteres Anliegen: In Zusammenarbeit mit Kreisverwaltung und Verbandsgemeinde hofft sie, mittelfristig eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in der Hauptstraße durchsetzen zu können. Arbeit gibt es also reichlich – und nun auch wieder einen beschlussfähigen Rat. „Ich freue mich jedenfalls auf die weitere Zusammenarbeit“, betont Claudia Linn.

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