Tischtennis
Ilja Kratschmer: Könner an der Platte nimmt auch gern am Flügel Platz
Seit Ilja Kratschmer sechs Jahre alt ist, sitzt er gerne am Flügel. Wegen seiner beiden älteren Schwestern Adelina und Uljana hat er nach eigener Aussage mit dem Tastenspiel begonnen. „Ich wurde klassisch ausgebildet. In den ersten beiden Jahren habe ich die Standardsachen gelernt“, sagt der 20-Jährige, der heute keine Musikstunden mehr nimmt, trotzdem fast täglich Klavier spielt. Auch bei „Jugend musiziert“ habe er mitgewirkt. „Ich habe 2014 den ersten Preis auf Regionalebene und im Landeswettbewerb den dritten Preis gewonnen“, fügt der Student der Wirtschaftsmathematik an. Sein derzeitiges Lieblingsstück ist Mozarts Rondo alla Turca in der Neuinterpretation von Kabarettist und Musiker Bodo Wartke.
Mit sieben Jahren Tischtennis Fußball vorgezogen
Kratschmer, der Abitur am Wilhelm-Erb-Gymnasium gemacht hat, hat neben der Musik noch eine große Leidenschaft. Nach zwei Jahren Fußball bei den jüngsten Nachwuchsspielern begeisterte er sich für den Tischtennissport. „Ich habe in der Grundschule schon in der Pause gerne gespielt “, sagt der Angriffsspieler. Als Siebenjähriger fing er beim TTC Winnweiler mit dem Vereinssport an. Sein erster Trainer war Paul Messer.
„Ich war dann auch einige Jahre im Stützpunktkader, bis Paul Messer aufhörte“, erzählt der TTC-Akteur, dem nach der Verlegung des Stützpunkts in die Vorderpfalz der Aufwand zu groß war: „Frankenthal war ein bisschen zu weit. Es hat sich deshalb gar nicht die Frage ergeben, ob ich dorthin gehe“, erzählt der 20-jährige.
Früh sei er wegen des fehlenden Stützpunkttrainings zu den Übungseinheiten der TTC-Aktiven gegangen. „Mit 13 Jahren habe ich erstmals bei den Herren ausgeholfen“, so Kratschmer, der sich bei den Erwachsenen gut gefördert sah. Jedoch habe er unterklassig anfangen müssen. „Ich habe von unten an jede Klasse gespielt“, sagt der mittlerweile in der 1. Pfalzliga spielende Kratschmer, der in seiner Jugendzeit Pfalzeinzelmeister und bei Ranglisten so gut wie immer vertreten war.
Auch gegen den vier Jahre jüngeren Jugendnationalspieler Felix Köhler aus Dörrmoschel hat er bei Lehrgängen gewonnen. „Ich habe ein Spiel, was ihm nicht so gut liegt, und habe es ihm öfter schwer gemacht. Das waren interessante Duelle“, so Kratschmer über die Spiele gegen den deutschen Schülermeister. Seine Stärke sieht er in seinem Rückhandspiel. „Mein Blockbälle sind sehr hart.“
Größter Erfolg: Der Aufstieg mit dem TTC
Als seinen größten Erfolg bezeichnet der 20-Jährige aber den Teamerfolg mit dem TTC Winnweiler in Form des Aufstiegs in die 1. Pfalzliga. „Erfolge habe ich gerne mit der Mannschaft“, stellt Kratschmer fest, der mit der jungen Aufsteiger-Mannschaft einen starken Saisonauftakt hinlegte, ehe es zur Unterbrechung der Runde kam.
„Ein Wechsel kommt für mich nicht in Frage. Es läuft sehr gut. Die 1. Pfalzliga ist eine große Herausforderung für uns alle“, stellte Kratschmer fest, der sich auch schon für das Top-10- Endranglistenturnier des PTTV bei den Herren qualifizierte.
Fördert das Klavierspiel auch die Fertigkeiten beim Tischtennis? „Einen krassen Vorteil gibt es nicht. Die Fingerkoordination ist sicherlich sehr hilfreich. Man hat die Hände gut im Griff“, sagt der Offensivspieler.