Wachenheim
Summer Dehääm: Unterwegs auf dem „Wein- und Sektpfad“
Der neue Wein- und Sektpfad, der nach Auskunft der Tourist Information als Premiumwanderweg ausgezeichnet werden soll, führt uns gut elf Kilometer durch Weinberge und den Stadtwald. Er kombiniert somit die Stärken des Reblandes der Deutschen Weinstraße mit denen des Pfälzerwalds. Für die Strecke sollten etwa dreieinhalb Stunden eingeplant werden.
Der Weg wird von Kurt Bier vom Pfälzerwald-Verein als „mittelschwer“ eingestuft und sollte mit festem Schuhwerk und etwas Marschverpflegung in Angriff genommen werden.
Ausgangspunkt ist die Sektkellerei Schloss Wachenheim direkt am historischen Marktplatz, von wo aus es zunächst entlang der Weinstraße in Richtung Forst geht. Nach etwa 500 Metern biegen wir rechts in einen Wirtschaftsweg ab, laufen durch die Weinberge in Richtung Odinstal und genießen dabei einen schönen Blick auf die Wachtenburg. Am Ende des Weges geht es an einem Pumpenhäuschen vorbei, um dann links in den Odinstalweg abzubiegen und die Skulptur „Schönste Weinsicht der Pfalz“ zu passieren.
Der perfekt ausgeschilderte Weg, wir folgen immer den Wein- und Sektgläsern, führt uns hinauf zur Wachtenburg, die aufgrund der Corona-Krise zurzeit nur von Freitag bis Sonntag geöffnet hat, um von dort den Blick in die Rheinebene zu genießen. Für eine Einkehr wäre es nach gut zwei Kilometern zurückgelegter Wegstrecke eh zu früh, das heben wir uns bis zum Ende der Wanderung auf. Weiter geht es auf dem breiten Zufahrtsweg hinab in Richtung Burgtal bis wir nach etwa 500 Metern auf der rechten Seite die Treppen hinuntergehen und weiter dem Pfad folgen, der sich zum Campingplatz schlängelt. Hinter den Bouleplätzen der Wachenheimer Boulefreunde überqueren wir die Waldstraße, die das Wachenheimer Tal durchkreuzt und steigen über verschlungene Pfade hinauf zum Hexenstein.
300 Schilder und Aufkleber weisen Weg
Wo sich sonst die Hexen in der Walpurgisnacht zum Tanz treffen, können wir uns unter schattigen Bäumen auf den vorhandenen Sitzgruppen zur Rast niederlassen, zumal wir dort etwa die Hälfte unseres Weges zurückgelegt haben. Nachdem wir uns gestärkt haben, setzen wir die Wanderung, die vom Wegewart des Pfälzerwald-Vereins mit über 300 Schildern und Aufklebern markiert wurde, über einen Höhenweg zum „Bräuniger Felsen“ fort. Dort angekommen, genießen wir eine atemberaubende Sicht über das Poppental in Richtung Rheinebene. Über einen schmalen Pfad, der sich in Serpentinen den Hang hinunterschlängelt, erreichen wir an einem breiten Wanderweg, in den wir rechts abbiegen, die „Steinerne Kelter“, ein Monument unserer Ahnen. Wir befinden uns jetzt im Poppental und bewegen uns entlang des Schwabenbaches in Richtung Wachenheim.
Der idyllische und malerische Weg, der sich rechts neben dem breiten Hauptweg befindet, lädt den Wanderer dazu ein, noch einmal ein „Waldbad“ zu nehmen, bevor es wieder zurück nach Wachenheim geht. Diese Wegstrecke sollte man genießen und dem Plätschern des Baches, dem Rauschen der Bäume und dem Singen der Vögel lauschen. Wir nähern uns den ersten Häusern und befinden uns in der Bürklin-Wolf-Straße, um von dort rechts in den Bornweg abzubiegen. Über die linker Hand liegende Raingasse erreichen wir rechts einen Weg, der uns entlang der Stadtmauer bis zur Burgstraße führt, in die wir links abbiegen, um unsere Wanderung am Marktplatz zu beenden.
Wer noch Zeit hat, um den Tag zünftig ausklingen zu lassen, sollte es sich nicht nehmen lassen, sich in einem der Restaurants oder einer Weinstube in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes niederzulassen und bei einer Rieslingschorle oder einem Gläschen Sekt die Seele baumeln zu lassen.
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