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Mittwoch, 15. Januar 2020 - 13:35 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Rückruf: Ikea warnt vor verkauftem Becher

( Foto: Ikea)

Ikea bittet alle Kunden, den Reisebecher mit der Bezeichnung „Troligtvis“, die den Aufdruck „Made in India“ enthalten, nicht mehr zu verwenden. Das teilt das Unternehmen mit. Tests hätten ergeben, dass diese Becher den zulässigen Grenzwert für freigesetzte Chemikalien unter Umständen überschritten werden.

„Ikea erhielt kürzlich Testberichte, aus denen hervorgeht, dass der Reisebecher möglicherweise die zulässigen Migrationswerte für Dibuthylphthalat (DBP) überschreitet“, teilt das Unternehmen mit. Ikea verbiete schon seit vielen Jahren die Nutzung von Phthalaten in Produkten mit Lebensmittelkontakt und habe deshalb den Verkauf des Reisebechers eingestellt, um eine Untersuchung einzuleiten. Diese Untersuchung habe nun ergeben, dass Reisebecher mit der Ursprungskennzeichnung „Made in India“ unter Umständen gegen diese Vorgabe verstoßen.

Kunden können Becher zurückgeben

Der Becher sei seit Oktober 2019 in den Einrichtungshäusern verkauft worden. Kunden sollen die Becher in einem der Ikea-Einrichtungshäuser zurückgeben. Sie erhalten den vollen Kaufpreis zurück, betont das Unternehmen. Ein Kassenbon sei dazu nicht erforderlich.

Hintergrund zu Dibuthylphthalat

Laut Bundesumweltministerium werden Phthalate seit langem für die Herstellung von Weich-PVC verwendet und kommen in vielen verbrauchernahen Produkten vor, zum Beispiel in Bodenbelägen, Tapeten, kunststoffbeschichteten Verpackungsmaterialien, Kinderspielzeug, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln und Kosmetika, aber auch in Medizinprodukten und Arzneimitteln, wie in Infusionsschläuchen, Kapseln und Filmtabletten. Phthalate werden durch Kontakt mit Wasser oder Fett aus den Materialien herausgelöst oder sie gasen aus. „Besonders häufige und für die Umwelt und Gesundheit gefährliche Phthalate sind DEHP (Di(2-ethylhexyl)phthalat), DBP (Dibutylphthalat), DiBP (Diisobutylphthalat) und BBP (Benzylbutylphthalat). Sie haben hormonähnliche Eigenschaften und können schädliche Wirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit haben“, schreibt das Ministerium auf seiner Internetseite.

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