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Dienstag, 10. September 2019 - 18:10 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Gesundheitsexperte zu Stadtklinik Frankenthal: Kleine Krankenhäuser haben schweren Stand

In der Frankenthaler Stadtklinik sollen Patienten auf der Intensivstation länger als notwendig beatmet worden sein.

In der Frankenthaler Stadtklinik sollen Patienten auf der Intensivstation länger als notwendig beatmet worden sein. ( Symbolfoto: dpa)

Der Gesundheitsexperte Jürgen Wasem hält die Gefahr, dass Krankenhäuser lukrative Eingriffe und Therapien aus wirtschaftlichen Überlegungen besonders häufig einsetzen, bei kleineren Kliniken für höher als in größeren Häusern. „Kleine Krankenhäuser haben prinzipiell eher einen schweren Stand“, sagt der Professor für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen im RHEINPFALZ-Interview.

„Verlegungen durchaus sinnvoll“

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen die Stadtklinik Frankenthal, wo schwerkranke Patienten auf der Intensivstation länger als notwendig beatmet worden sein sollen, gibt sich Wasem zurückhaltend: Dass eine Klinik der Maximalversorgung wie die Universitäts-Medizin Mainz Patienten zur weiteren Behandlung an die Stadtklinik abgebe, könne im Einzelfall „durchaus sinnvoll“ sein. So würden Kapazitäten für neue, schwere Fälle frei.

Anreize nicht „grundsätzlich verkehrt“

Mit Blick auf angebliche Bonusregelungen für Beatmungsstunden, von denen in Frankenthal ein Chefarzt profitiert haben soll, sagt Wasem: Dass Krankenhäuser sich etwas einfallen ließen, um renommierte Ärzte engagieren zu können, sei nicht zu verurteilen. „Problematisch wird es dann, wenn medizinische Handlungen auch unter dem Blickwinkel der ökonomischen Attraktivität stattfinden“, betont der Professor.

Das vollständige Interview lesen Sie hier.

|Jörg Schmihing (örg)