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Dienstag, 13. März 2018 Drucken

Wirtschaft

USA und Europa wollen Handelsstreit entschärfen

Deutsche Autoindustrie: Emotionen helfen nicht weiter

«Washington/Brüssel.» Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU setzen beide Seiten auf Gespräche. Gestern blieb aber völlig unklar, wie eine Annäherung angesichts der weiterhin sehr unterschiedlichen Positionen gelingen kann.

US-Präsident Donald Trump, der Schutzzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe ankündigte, will über niedrigere Sätze auf US-Produkte sprechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, sollten die USA an ihren einseitigen Maßnahmen festhalten, werde eine entsprechende Antwort überlegt. Im Raum stehen Strafzölle auf ur-amerikanische Produkte wie Whiskey und Erdnussbutter.

Die EU-Kommission setzt ebenfalls auf weitere Gespräche. In dieser Woche seien allerdings noch keine Treffen geplant, sagte ein Sprecher. Die US-Regierung müsse als nächsten Schritt klarmachen, unter welchen Umständen man von den Zöllen ausgenommen werden könne. Unterdessen will auch Südkorea nicht durch US-Zölle belastet werden.

Der US-Präsident hat für den Fall von Gegenmaßnahmen der EU vorsorglich schon mit zusätzlichen Zöllen gegen deutsche Auto-Hersteller wie Daimler und BMW gedroht (wir berichteten). Das lässt beim Branchenverband VDA die Alarmglocken schrillen: „Ein Handelskrieg zwischen den USA und Europa muss auf jeden Fall vermieden werden“, sagte VDA-Präsident Bernhard Mattes. Die deutschen Autobauer beschäftigten in den USA 36.500 Mitarbeiter. Mattes: „Mit Emotionen und Drohungen kommen wir in dieser Debatte nicht weiter. Wir sollten uns weiterhin an den Prinzipien der Welthandelsorganisation WTO orientieren, die fairen und freien Handel sichern sollen.“ | rtr

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