Lokalsport Südpfalz Fußball: Comeback nach Abschiedsspiel

 Andre Heesakker
Andre Heesakker

Vor über drei Jahren bestritt Andre Heesakker sein letztes Fußballspiel. Die Herxheimer Viktoria trat im Juli 2017 gegen Eintracht Braunschweig an, die ihr Trainingslager aufgeschlagen hatte. Es war sein Abschiedsspiel. Bis die Nachricht kam, dass der FV Neuburg einen neuen spielenden Co-Trainer bekommt: Andre Heesakker.

Der 30-Jährige aus Neuburg fühlt sich bereit und denkt, dass er der Mannschaft mit seiner Erfahrung unter die Arme greifen kann. Er sei im Dorf immer mal wieder angesprochen worden, ob er nicht wieder anfangen wolle, erzählt er. „Nein, noch nicht“, habe er geantwortet. Bis der Zeitpunkt für etwas Neues gekommen war. Er und seine Frau haben sich ein Haus gebaut. Er hat beruflich mehr Luft. Ein Kind ist unterwegs. Er wolle auch für sich selbst etwas tun, habe vor Corona das ein oder andere Mal mittrainiert, sagt Heesakker. 15 Kilo hat er zugenommen. Und jetzt ein ideales Gewicht von 75 Kilo. Er ist 1,75 Meter groß. Früher war er ein Leichtgewicht.

Geschäft oder Fußball!

Als Jugendspieler war er aus Neuburg ausgezogen. In der C-Jugend wechselte er zu Herxheim. Nach der A-Jugend spielte er eineinhalb Jahre in Herxheims zweiter Mannschaft und trainierte mit der Ersten von Trainer Helmut Behr, der von 2008 bis 2010 bei der Viktoria war. In den nächsten sieben Jahren hat er einige Trainer erlebt, darunter Emil Kühlmann, Jürgen Apfel, Christian Slatnek, Jens Bodemer, Freddy Hess.

Mit 27 sollte Schluss sein. Nach einem Schienbeinbruch wurde der Offensivspieler nie mehr der Alte. Ein, zwei Tage nach einem Spiel hatte er Schmerzen. Sein Arbeitgeber drängelte: Geschäft oder Fußball! Damals fuhr Heesakker Lkw bei Pfeiffer & May, dem Sanitärhändler in Karlsruhe. Er konnte mehr Verantwortung im Unternehmen tragen, wechselte in die Disposition. Er ist nun Fuhrparkleiter. Und hat mit 30 Lust auf Fußball in Neuburg.