HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Wie Zweitligist Eulen Ludwigshafen die beiden Niederlagen aufgearbeitet hat

Steht den Eulen wieder zur Verfügung: Max Neuhaus.
Steht den Eulen wieder zur Verfügung: Max Neuhaus.

„Die zehn Tage vom letzten Spiel bis zu dem jetzt gegen Großwallstadt haben uns grundsätzlich gut getan“, stellt Ceven Klatt, Trainer des Handball-Zweitligisten Eulen Ludwigshafen, fest. Um 19 Uhr ist am Mittwochabend in der Eberthalle Anwurf für das Duell der beiden noch sieglosen Mannschaften.

„Wir haben uns im Training wirklich erst mal voll auf uns selbst fokussiert, seit Sonntag bereiten für uns auf Großwallstadt vor“, erklärt Klatt. Er findet trotz der Niederlage beim Dessau-Roßlauer HV, „dass wir dabei viele Dinge gar nicht verkehrt gemacht haben“. 32 Tore würden zum Beispiel im Lauf der Saison dort sicher nicht viele andere Mannschaften werfen. „Es muss aber unser Anspruch sein, mit 32 Auswärtstoren das Spiel dann auch zu gewinnen“, sagt Klatt.

In Dessau habe allerdings die Torhüterleistung gefehlt. „Wir hatten die erste Parade in der 48. Minute.“ Mit den beiden Keepern Ziga Urbic und Matej Asanin sei daher in den letzten zehn Tagen im Training viel gearbeitet worden. Ein weiterer Fokus lag noch mal auf der Abwehrarbeit.

Noch Schwierigkeiten mit der neuen Rolle

Sich in der neuen Rolle in der Zweiten Liga zurecht zu finden – der Gejagte statt der Jäger zu sein –, fällt seiner Mannschaft aus Klatts Sicht noch schwer. „In der Zweiten Liga gibt es aber wenig Favoritensiege. Wir müssen jeden Gegner ernst nehmen. Wir können nicht die Erwartungshaltung haben, in jedem Spiel zur Pause mit drei, vier Toren zu führen“, sagt der 38-Jährige. Fehler abstellen, ruhig bleiben, fokussiert bleiben und den eigenen Plan nicht aus den Augen verlieren – das fordert Klatt daher von seiner Mannschaft. „Und dass wir vor allem im Heimspiel jetzt aggressiver sind und uns in der Eberthalle auch von den Zuschauer beflügeln lassen. Es kann nicht sein, dass der Gegner uns emotional überlegen ist.“

Max Neuhaus wieder dabei

„Das ist eine spannende Aufgabe“, sagt er über die Partie gegen den TV Großwallstadt. Die Unterfranken waren in der Vorsaison das Überraschungsteam der Liga, landeten mit 16 Siegen und sieben Unentschieden am Ende auf Platz sechs. Das Team von Trainer Ralf Bader ist aber auch mit zwei Niederlagen (bei Absteiger Coburg und zu Hause gegen den HC Elbflorenz) in die Saison gestartet. „Wir müssen vor allem Savvas Savvas und Tom Jansen im Rückraum in den Griff bekommen, da darf nicht jeder zehn Tore werfen“, weiß Klatt. Zudem sei ein gutes Rückzugsverhalten der Eulen gegen das schnelle TVG-Angriffsspiel gefordert.

Pascal Durak und Pascal Bührer fehlen gegen Großwallstadt verletzt, Max Neuhaus ist wieder dabei. Wegen der grundsätzlich dort geltenden 2G-Regel sind wieder bis zu 2350 Zuschauer bei Eulen-Spielen gestattet.

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