handball RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Rückschlag für Eulen Ludwigshafen beim 24:32 in Ferndorf

Die Nr. 69 zielt: Christian Klimek holt im schönen Auswärtstrikot der Eulen Ludwigshafen bei TuS Ferndorf kräftig aus.
Die Nr. 69 zielt: Christian Klimek holt im schönen Auswärtstrikot der Eulen Ludwigshafen bei TuS Ferndorf kräftig aus.

Reparaturarbeiten sind weiterhin dringend notwendig. Vier Tage nach dem schmeichelhaften 18:17-Sieg in Dormagen kassiert Zweitligist Eulen Ludwigshafen in Ferndorf eine 24:32 (15:10)-Niederlage.

Die Mannschaft von Eulen-Trainer Michael Biegler musste sich im „Hexenkessel Sporthalle Stählerwiese“ beim TuS Ferndorf gestern Abend mit 24:32 geschlagen geben. Damit feierten die Siegerländer den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Während die Eulen zuvor unter der Woche im Rheinland wieder zwei Punkte auf ihrem Habenkonto verbuchen konnten, gab es für Ferndorf beim THSV Eisenach eine deutliche 35:26 Niederlage.

Dementsprechend heiß waren die Gastgeber, die mit der lautstarken Unterstützung von den Rängen auch von Beginn an Druck erzeugten und nach zehn Spielminuten sich leicht absetzen konnten. Dagegen fanden die Eulen erneut keine Lösung im Angriffsspiel und wirkten auch im Deckungsverbund nicht so konzentriert wie zuletzt.

Trainer Biegler nimmt früh zwei Auszeiten

Bereits in der elften Minute nahm Coach Biegler die erste und nur fünf Minuten später die zweite Auszeit. Der TSG-Coach wirkte angefressen, weil sich seine Mannschaft nicht diszipliniert verhielt und auch die Plantreue vermissen ließ. Da hatte er redlich Gesprächsbedarf. „Wir waren nicht präsent, wir waren nicht da. Die Performance hat nicht gestimmt“, sagte Biegler am Ende sichtlich enttäuscht. Seine Worte verpufften, deshalb änderte sich nicht viel. Die Eulen ließen die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor vermissen und wirkten auch in der Abwehr viel zu ängstlich. Da passten auch die Worte von Jannik Hofmann: „Männer, wir müssen zupacken“. Dies brachte auch nicht die Wende, auch wenn die Biegler-Sieben nach dem Pausentee noch auf 16:13 verkürzen konnte.

Ferndorf steckte nicht zurück, suchte immer wieder durch viel Bewegung im Angriffsspiel die Lücken und hatte auch mit Andreas Bornemann den Schützen, der nach Belieben traf. Besonders schmerzlich vermisst wurde bei den Gästen Jungnationalspieler Hendrik Wagner, der wegen seiner lädierten Wade diesmal nicht zum Einsatz kam. „Wir waren kämpferisch nicht da, aber auch vom Kopf her. Wir haben das Tempo nicht angenommen, und einige Spieler haben heute geglaubt, dass sie mit relativ wenig Einsatz viel erreichen können“, meinte Biegler. Die interne Aussprache steht sicherlich noch an. So eine indiskutable Leistung darf sich nicht mehr wiederholen. Es dürfte der Tiefpunkt dieser Saison gewesen sein.

Lichtblicke Max Neuhaus und Julius Meyer-Siebert

Einzige Lichtblicke waren diesmal Max Neuhaus und Julius Meyer-Siebert, die sich um Schadensbegrenzung bemühten. Dabei wagte Biegler zunächst die offensive Deckung und ließ in der Schlussphase sogar die Räume von Spielmacher Jörn Persson und Andreas Bornemann durch Alexander Falk und Jannik Hofmann eingrenzen. Es war zum Haareraufen. Die Eulen sind wieder aus dem Tritt gekommen. Die weiteren Reparaturarbeiten sind zwingend notwendig.

TuS Ferndorf: Rottschäfer (1.- 48.), Hottgenroth (ab 49. - 60.) - Lucas Schneider, Persson, Neuhold (2) - Eres (9), ten Velde (11/4) - Michel (1) - Koloper (1), Bornemann (6), Siegler, Julian Schneider (1), Oleksandr (1)

Eulen Ludwigshafen: Hoblaj (n. E.), Asanin (1.- 35., 41. - 60.), Urbic (bei einem Siebenmeter, ab 36. - 40.) - Salger (3), Dietrich (1), Neuhaus (5/1), - Durak (5/3), Hofmann - Klimek (1) - Meddeb, Meyer-Siebert (7), Eisel (1), Keskic, Falk (1), Wagner (n. E.), Schlafmann (n. E.)

Spielfilm: 2:2 (7.), 3:4 (10.), 6:4 (14.), 9:6 (20.), 12:7 (23.), 15:8 (27.), 15:10 (29., Halbzeit), 15:12 (32.), 16:13 (34.), 20:15 (37.), 21:17 (40.), 25:19 (45.), 27:21 (50.), 30:22 (55.), 33:23 (60., Ende) - Zeitstrafen: 8 : 6 - Rote Karte: Neuhold (18., Foulspiel) - Siebenmeter: 7/4 - 4/3 - Beste Spieler: Bornemann, Eres - Neuhaus, Meyer-Siebert - Zuschauer: 900 - Schiedsrichter: Engeln/Schmitz (Burscheid).

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