Sport Kommentar: Pascal Ackermann ist ein würdiger deutscher Meister

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Der Pfälzer aus Minfeld ist neuer deutscher Meister: Pascal Ackermann.
Bei allem notwendigen Respekt vor den Gegnern wie Marcel Kittel oder Andre´Greipel: Das war ein Sieg auf Ansage von Pascal Ackermann am Sonntagmittag in Einhausen. Und das vor Heimpublikum, wie sich dann bei der Siegerehrung herausstellte. Dutzende von pfälzischen Fans feierten den 24 Jahre alten Profi des Teams Bora-Hansgrohe aus Minfeld, das auf dem 228 Kilometer langen Rennen einen tollen Job erledigte. Es zeigte sich erneut: Ackermann, der Junioren-Vizeweltmeister von 2016, fährt in der Form seines noch jungen Rennfahrerlebens. Er legt ein großes Selbstvertrauen an den Tag, ist klar im Kopf und stark in den Beinen. Und bei all dem hat er seine Fröhlichkeit und Natürlichkeit nicht verloren. Pascal ist ein echt sympathischer Typ. Er ist ein würdiger deutscher Meister!

Dutzende Pfälzer, die auf Ackermann setzten

Die drei Meisterschaftstage in Südhessen waren aus der Not geboren. Radsport-„Dino“ Algis Oleknavicius (70), mehrfacher Olympia- und WM-Teilnehmer, ist einmal mehr in die Bresche gesprungen, um den deutschen Radsport zu helfen. Er übernahm zusammen mit der Gemeinde Einhausen kurzfristig die Ausrichtung der DM, die ansonsten hätte ausfallen müssen. Mit wenig Geld wurden drei tolle Tage auf die Beine gestellt, auf einem recht leichten, aber schönen Rundkurs. An der Strecke stand nicht nur die Rad-Weltmeisterin von 1981 Ute Enzenauer aus Ludwigshafen, sondern Dutzende pfälzischer Radsportfans, die auf Pascal Ackermann setzten. In zehn Tagen gehen dann die nationalen Titelkämpfe auf der Radrennbahn von Dudenhofen los. Mit Olympiasiegerin Miraim Welte als Zugpferd. Und am 26. August wird dann die letzte Etappe der Deutschlandtour in Lorsch gestartet. Das Drei-Länder-Eck in der Metropolregion Rhein-Neckar ist halt mal eine radsportverrückte Gegend.