1. FC Kaiserslautern
Fragen und Antworten: Der FCK vor dem Rückrundenstart
Hat die Reiselust der Fans über die lange Pause gelitten?
Mitnichten. Nach Informationen der „Hannoversche Allgemeine“ rechnet 96 mit 8000 Fans des FCK. Das offizielle Kontingent von 5000 Tickets war binnen kürzester Zeit vergriffen, zuvor schon hatten sich Anhänger der Roten Teufel mit Karten in den umliegenden Blöcken eingedeckt. Nach den 10.000 mitgereisten Fans im Hamburger Volksparkstadion und den 9000 in Düsseldorf wäre dies die drittgrößte FCK-Pilgerfahrt in dieser Saison. Auch nach Sandhausen waren 8000 Unterstützer gereist. Verloren hat der FCK mit solch einem Support in dieser Zweitliga-Runde noch nicht. Bilanz aus besagten drei Spielen: fünf Punkte.
Wie gestaltet sich die Personallage?
Ausnehmend gut. Marlon Ritter trainiert nach hartnäckiger Oberschenkelblessur wieder mit der Mannschaft, sein Einsatz am Samstag ist dadurch wahrscheinlicher geworden. Kein Spieler ist erkrankt. Allein Ben Zolinski fehlte am Dienstagnachmittag. Eine Vorsichtsmaßnahme, ließ Pressechef Stefan Roßkopf wissen.
Wie ist die Lage bei Hannover 96?
Die Niedersachsen hatten mit den Bedingungen nach dem Jahreswechsel weniger Fortune als der FCK. Im Trainingsquartier in Belek erwischten sie eine Regenwoche, an einem Tag konnten sie gar nicht auf dem Platz üben. Der Rasen stand unter Wasser, wurde später vom Direktor des Hotels gesperrt. Am Sonntag war das Trainingsgeläuf daheim trotz Rasenheizung zugeschneit. Als Folge mussten die Profis sich mit Kraftübungen und Regenerationsmaßnahmen begnügen. Am Montag hatte die 96-Elf wie der FCK frei.
Wie verliefen die Testspiele?
Für den FCK überwiegend positiv. Den SV Wehen Wiesbaden (2:0), Rot-Weiß Erfurt (4:0) und 1899 Hoffenheim II (2:0) konnte er schlagen. Gegen 1860 München spielte Schusters Elf 1:1. Allein gegen den ungarischen Erstligisten Mezökövesd-Zsory SE unterlag sie 1:2. Hannover bestritt im Dezember zwei Testduelle, verlor gegen Hertha BSC (1:2) und den SC Paderborn (0:1). Im Januar folgten ein 2:2 gegen den FC Zürich, ein 1:2 gegen Debrecebi VSC und 2:1-Siege über Ludogoresz Rasgrad und Holstein Kiel. 96 absolvierte einen Test mehr gegen insgesamt namhaftere Gegner.
Wie war der Trend vor der Winterpause?
Beim FCK überragend. Von den letzten fünf Spielen im Jahr 2022 gewann der FCK vier. Den KSC und Hansa Rostock schlug er 2:0, in Bielefeld obsiegte er mit 3:2, in Düsseldorf mit 2:1. Gegen den 1. FC Nürnberg musste er sich trotz klarer Dominanz mit einem 0:0 bescheiden. 96 verlor im identischen Zeitraum einmal, mit 0:1 bei Darmstadt 98, feierte zwei Siege (1:0 KSC, 2:0 Düsseldorf) und spielte zweimal remis (0:0 in Nürnberg, 1:1 in Kiel).
Wie gestaltet sich die Gesamtstatistik in direkten Duellen?
Hannover 96 gewann öfter. Bei 48 direkten Vergleichen hatten die Niedersachsen 22 Mal die Nase vorne. 19 Mal siegten die Roten Teufel. Sieben Spiele endeten unentschieden. Maximal erzielten 96 oder der FCK in ihren Duellen fünf Tore. 96 gelang dies zweimal, dem FCK dreimal. Torreichste Partie war das 5:3 des FCK am 17. Juni 1956. In der niedersächsischen Landeshauptstadt feierte der FCK fünf Erfolge. Zuletzt triumphierte er unter Trainer Kurt Jara am 13. März 2004 in Hannover, Torschütze beim 1:0 war Marian Hristov. Die weiteren Siege datieren vom 17. März 1973 (3:2), 18. September 1971 (2:1), 9. April 1969 (2:0) und 20. Mai 1956 (5:2). Häufigste Ergebnisse, je zehnmal, waren ein 2:1 und ein 1:0.
Was ist mit den Ausgemusterten?
René Klingenburg, Maximilian Hippe und Muhammed Kiprit haben beim 1. FC Kaiserslautern keine Zukunft mehr, aber auch noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Klingenburg und Hippe waren gestern mit auf dem Platz, trainierten aber individuell. Kiprit fehlte am Nachmittag. Der Vertrag von Anas Bakhat wurde aufgelöst.
