FCK
FCK in Duisburg: Kamavuaka lässt „Zebras“ spät jubeln
Riesenspannung im Keller der Dritten Liga: Der 1. FC Kaiserslautern ist nach dem 2:2 (1:0) beim MSV Duisburg (nun 13.) weiter Tabellen-17., hat durch den Gegentreffer in der Schlussminute zwei Bonuspunkte nicht geholt.
Erneut Daniel Hanslik mit seinem vierten Treffer im dritten Spiel in Serie brachte die Lauterer mit 1:0 in Führung (11.). Ein Eigentor Felix Götzes (55.) bedeutete den 1:1-Ausgleich. Den Treffer zum 2:1 erzielte Marvin Senger (80.), in der 90. Minute egalisierte Wilson Kamavuaka.
Mini-Verschnaufpause für Sessa
Mit dem neu folierten Mannschaftsbus fuhren die Roten Teufel an der Duisburger Arena vor: Rot statt schwarz ist das Gefährt nun, und es ist mit einer neuen Aufschrift versehen: „Solang’s in Deutschland gibt, gibt es auch den FCK!“ – eine Zeile aus dem traditionsreichen „Betze“-Lied in weißen Buchstaben auf rotem Grund. Die ursprüngliche Folie auf der Außenhaut des Busses war vor dem Spiel in Lübeck von Fans des dortigen VfB beschmiert und übersprayt worden.
Beim FCK bekam Nicolas Sessa zunächst eine Mini-Verschnaufpause nach den ersten Einsätzen nach langer Verletzungspause. Für Sessa spielte im Mittelfeld Carlo Sickinger erstmals wieder von Beginn an. Er wurde am Samstag beim 2:1-Sieg gegen Saarbrücken eingewechselt. Ansonsten begann der FCK erneut mit Dreierabwehrkette im 3-4-3-System.
Herrlich herausgespielte Führung
Auch der erste Lauterer Torschütze war derselbe wie im Derby: Hanslik traf beim wichtigen Kellerduell in Duisburg früh nach einer tollen Kombination. Kapitän Jean Zimmer spielte einen herausragenden Pass auf Philipp Hercher auf dem rechten Flügel, der gab flach in die Mitte, Hanslik vollstreckte. An der Seitenlinie mahnte Co-Trainer Philipp Klug, der den noch gesperrten Chefcoach Pavel Dotchev vertrat, sein Team zu mehr Aufmerksamkeit. Über die Flügel blieben die Duisburger bei den schnellen Angriffen des lange dominanten FCK anfällig.
Erst allmählich wurde der MSV bei Kontern gefährlicher. Nach einem von Götze abgefälschten Schuss des umtriebigen Stürmers Aziz Bouhaddouz stand der Außenpfosten dem Duisburger Ausgleich im Weg (31.). Auf der Gegenseite hatten die „Zebras“ Glück, dass Schiedsrichter Jonas Weickenmeier nicht auf Handelfmeter entschied. Vincent Gembalies hatte seine Hand am Ball, als er Hansliks Schuss abwehrte (45.).
Götzes unglückliches Eigentor
Pech hatte der FCK auch beim 1:1 der nach der Pause stärkeren Duisburger: Nach einem Bouhaddouz-Kopfball parierte Torwart Avdo Spahic, aber Götze bugsierte den Ball unglücklich ins eigene Tor (55.). Nach dem Ausgleich wurde es noch lauter von außen: Duisburger Fans unterstützten ihre Mannschaft auch an diesem frühlingshaften April-Abend mit Hupkonzerten rund um die Arena. Dann war zunächst eher den FCK-Fans daheim zum Feiern zumute – und zum Anstimmen des „Betze-Lieds“. Nach doppeltem Schussversuch des eingewechselten Sessa fühlte sich MSV-Torwart Leo Weinkauf von Elias Huth unfair angegangen – der starke Marvin Senger staubte ab (80.). „Man sieht, dass es kein Foul am Torwart war“, sagte FCK-Trainer Marco Antwerpen.
Dann kam Kamavuaka mit seinem für den MSV so wichtigen 2:2 (90.). „Das wieder so ein Nackenschlag gegen uns, wieder gefühlt in der Nachspielzeit“, sagte Senger. „Ein Punkt war das Minimalziel“, sagte Antwerpen, der sich ärgerte, dass Kamavuaka das Tor erzielen durfte.
So spielten sie
MSV Duisburg: Weinkauf - Sauer, Bitter, Gembalies, Sicker - Kamavuaka, Frey (87. Scepanik) - Engin (77. Tomic), Krempicki (71. Ademi), Stoppelkamp - Bouhaddouz (77. Vermeij)
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Rieder, Götze (66. Bakhat), Senger - Hercher, Sickinger (57. Sessa), Ouahim, Zuck - Zimmer (57. Redondo), Pourié (66. Huth), Hanslik (82. Ritter)
Tore: 0:1 Hanslik (11.), 1:1 Götze (55., Eigentor), 1:2 Senger (80.), 2:2 Kamavuaka (90.) - Gelbe Karten: Bitter (2), Stoppelkamp, Weinkauf, Engin, Ademi (2) - Ouahim (5), Bakhat (3), Döpper (Co-Trainer), Antwerpen (Trainer) - Beste Spieler: Bouhaddouz, Kamavuaka, Krempicki - Senger, Spahic, Hanslik - Schiedsrichter: Weickenmeier (Frankfurt).
