Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Die Qualitätsunterschiede bei der Handball-WM sind riesig

Schwedische Euphorie bei der WM.
Schwedische Euphorie bei der WM.

Das Niveau zwischen Europas Teams und anderen Nationen klafft bei der WM weit auseinander.

Im Mittelpunkt – für zwei Tage. Am vergangenen Wochenende kamen die USA groß raus. Im 26. Anlauf gelang der Mannschaft bei einer Handball-Weltmeisterschaft ein Sieg – und zwar mit 28:27 gegen Marokko. Plötzlich musste ein Spieler wie der 38-jährige Gary Hines den Medien Rede und Antwort stehen. Deutschlands Co-Trainer Erik Wudtke hat den Coup klug eingeordnet. „Es ist schon wichtig, dass unsere Sportart weiter wächst. Nicht nur europäisch, sondern mit dem Erfolg der USA eben auch außerhalb des Kontinents. Um den Erhalt der Sportart zu garantieren. Die Sportart ist europäisch geprägt. Das ist klar. Es gibt eine hohe Konkurrenz an Sportarten, mit denen wir uns Aufmerksamkeit und Mitglieder teilen und mit denen wir konkurrieren. Deshalb ist es wichtig, dass solche Nationen eben auch die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren. Und für die Länder, Beispiel Belgien, weiß ich, ist so ein Sieg historisch.“

Der erste WM-Sieg einer US-Mannschaft war eines von zwei Ausrufezeichen der Handball-Zwerge bei dieser Weltmeisterschaft in Polen und Schweden, auch Belgien feierte ja den ersten Erfolg überhaupt. Die Europäer dominieren den Handball, nach wie vor. Was für Ergebnisse: Frankreich schlug Saudi-Arabien 41:23, Uruguay unterlag Schweden 12:47 (!). Südkorea, abgehängt, 25:38 gegen Island. Die vor der WM 2015 in Katar eingekaufte Spieler-Generation der Katarer ist in die Jahre gekommen. Es bleibt dabei: Jede Europameisterschaft stellt den härteren Wettbewerb dar, dort gibt es weniger Ausreißer. Dass Deutschland Argentinien in der Hauptrunde mit 20 Toren Unterschied schlägt, spricht nicht für die Argentinier. Auch Brasilien schien schon einmal näher dran an den europäischen Top-Teams. Nur Erfolge garantieren Aufmerksamkeit! Bei den Afrikanern hält alleine Ägypten mit, das aber tut das Team beachtlich. Ägypten ist erneut ein Medaillen-Kandidat.

Die WM ist in zwei Ländern. In Schweden ist die Euphorie größer. Polen enttäuschte, war früh aus dem Rennen.

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