Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Der deutsche Fußball – einfach trostlos

Enttäuscht: Tom Krauß, Kilian Fischer und Kevin Schade (von links).
Enttäuscht: Tom Krauß, Kilian Fischer und Kevin Schade (von links).

Jetzt ist auch die deutsche U21 bei der EM früh ausgeschieden. Das passt leider ins Bild. Der deutsche Fußball gibt ein trauriges Bild ab.

Die deutschen U21-Junioren sind gescheitert. Sie schieden bei der EM wie die A-Nationalmannschaft bei der WM in Katar schon in der Vorrunde aus. In einer leichten Gruppe. Das ist die nächste Enttäuschung. Der deutsche Fußball ist am Boden.

Es gibt Gründe

Für das Aus gibt es Gründe. Die Qualität in der Mannschaft hat nicht gereicht. Der eine oder andere Ausfall hat dem Team sehr wehgetan. Das konnte die Mannschaft nicht auffangen. Armel Bella-Kotchap war für die Abwehr eingeplant. Malick Thiaw durfte jüngst bei Bundestrainer Hansi Flick mitmachen. Ein im Uefa-Cup gestählter Spieler wie Ansgar Knauff von Eintracht Frankfurt oder der Wolfsburger Felix Nmecha hätten der Elf gut getan. Beide sind verletzt. Blicken wir zwei Jahre zurück: Da standen im Europameister-Team Florian Wirtz, Lukas Nmecha, Karim Adeyemi, Ridle Baku, Nico Schlotterbeck, David Raum. Sie gingen ihren Weg!

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

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Einige Prozentpunkte fehlen

Wie bei der A-Nationalmannschaft haben die letzten paar Prozentpunkte gefehlt. Wille, Entschlossenheit, Gier. Das war gegen England so offensichtlich am Mittwoch – gerade beim Tor-Abschluss. Nach der Pause gab es kein Aufbäumen.

Und eine weitere Parallele zum Team von Hansi Flick: Da war wieder ein Vorfall, der die Konzentration beeinträchtigte. Im Falle der Junioren hat der Rassismus-Eklat der Auswahl geschadet. Youssoufa Moukoko und Jessic Ngankam wurden beim 1:1 gegen Israel und danach wegen ihrer Elfmeter-Fehlschüsse in den Sozialen Medien beleidigt. Natürlich macht das im Mannschaftskreis die Runde. Das stört die Abläufe. Aus der feigen Hetze Stärke ziehen, das hat nicht geklappt. Dazu war die Mannschaft dann doch nicht stark genug.

Erinnern wir uns an Katar

Erinnern wir uns: Während der WM in Katar schien die Debatte um die „One-Love-Kapitänsbinde“ zeitweise wichtiger als die taktische Ausrichtung. Im Nachhinein sickerte durch, dass die Mannschaft uneins in der Frage war, wie sie reagieren solle. In Teamsitzungen wurde kontrovers diskutiert. Das Ende ist bekannt: Deutschland verlor das Auftaktspiel gegen Japan mit 1:2.

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