Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Bei den Rhein-Neckar Löwen läuft es gut an

Bewährungschance für ein Talent: Elias Scholtes im Duell mit dem Göppinger Gilberto Duarte.
Bewährungschance für ein Talent: Elias Scholtes im Duell mit dem Göppinger Gilberto Duarte.

Ziemlich zufrieden zeigt sich Sebastian Hinze, der neue Trainer der Rhein-Neckar Löwen, mit dem Stand in der Vorbereitung bei dem Handball-Bundesligisten.

„Alles in Ordnung. Bis jetzt läuft es gut an“, sagte der Coach dieser Zeitung. Das jüngste Testspielergebnis unterstreicht diese Einschätzung. Gegen den Ligarivalen Frisch Auf Göppingen gab es am Mittwoch nach einer überzeugenden Leistung einen 33:26-Sieg. Vor allem die Abwehr stand klasse. Die Neuzugänge Halil Jaganjac und Ole Forsell Schefvert machen es prima im Innenblock. Eine neue Variante: Jannik Kohlbacher agiert im Abwehrzentrum, bislang spielte der Kreisläufer ja nur auf den Halbpositionen.

Defensiv eine Steigerung

33:26! Sebastian Hinze meinte dazu: „Trotzdem spielt das keine Rolle, wir bewerten nicht das Ergebnis, sondern das, was wir tun, auch wenn es schöner ist zu gewinnen, als zu verlieren. Und wir bewerten das, was wir uns vorgenommen haben für das Spiel. Wir wollten gerade defensiv eine Steigerung haben gegenüber dem Spiel gegen Balingen. Auch das Tempospiel war gut, trotzdem machen wir – für den Druck, den wir bekommen – zu viele technische Fehler“, erläuterte der Trainer. Und er folgerte: „Wir haben gegen Göppingen eine gute Abwehr gestellt. Wir hatten in jedem Spiel ein gutes Tempospiel. Es gibt aber noch ganz, ganz viel, an dem wir arbeiten müssen. Das wissen wir auch.“

Ein, zwei Spieler hätte Sebastian Hinze in den vergangenen Tagen gerne mehr im Training gehabt, zwischenzeitlich fielen Mikael Appelgren und Niclas Kirkelökke (Schulterverletzungen), Patrick Groetzki (Nacken) und Philipp Ahouansou (Ohrenprobleme) aus.

Ein Prozess

Am Donnerstag bestreiten die Löwen den letzten Test beim Ligarivalen HSG Wetzlar. Am Samstag, 3. September, empfangen die Löwen zum Bundesliga-Auftakt die MT Melsungen. Was passiert nun noch bis zum ersten Spiel? „Es geht nicht um die letzten zwei Wochen. Der Prozess endet ja nicht mit dem Saisonstart. Es geht nicht darum, was wir die letzten zwei Wochen machen, sondern wir wollen Schritt für Schritt nach vorne kommen. Wir wollen sicher in unserem System werden. Und da arbeiten wir weiter daran. Das ist definitiv nicht in zehn Tagen abgeschlossen“, betonte der Trainer. Die Themen sind abgesteckt: Abwehr, Tempospiel, im Positionsangriff Sicherheit bekommen, die Rückzugsorganisation.

Andy Schmid kein Thema mehr

Kein Thema für Sebastian Hinze ist die Tatsache, dass mit der Vorbereitung die Ära ohne Andy Schmid, den Schweizer Ausnahmespieler, begonnen hat. Nach zwölf Jahren bei den Löwen wechselte der Regisseur nach der vergangenen Saison in seine Schweizer Heimat zum HC Kriens-Luzern. „Nein, das ist bei mir kein Thema, ich sehe das unaufgeregt“, sagte Sebastian Hinze.

Und Juri Knorr macht es bislang ausgezeichnet.

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