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Freitag, 29. Juni 2018 Drucken

FCK

Neuzugang Kevin Kraus als Ruhepol in der Abwehr

Von Horst Konzok

Legt gerne auch den Vorwärtsgang ein: Kevin Kraus.

Legt gerne auch den Vorwärtsgang ein: Kevin Kraus. ( Foto: m. hoffmann)

Neu beim FCK (8): Kevin Kraus soll eine Säule in der neuformierten FCK-Abwehr sein. Er bringt die Erfahrung aus knapp 100 Zweitligaspielen mit.

«Kaiserslautern.» Im Urlaub ereilte ihn die Hiobsbotschaft, die Absage des 1. FC Heidenheim. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mein Vertrag in Heidenheim nicht verlängert wird“, gesteht Kevin Kraus frank und frei. Konnte er auch nicht. Er war Stammspieler, stellvertretender Kapitän, ein Kopf des Teams. Sprichwörtlich eine gesetzte Größe in der Mannschaft von FCH-Trainer Frank Schmidt. „Manche Spieler verzocken sich“, ließ FCH-Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald via „Kicker“ verlauten. Meinte er Kraus? „Ich will das gar nicht kommentieren, nicht mehr zurückblicken. Ich will in die Zukunft blicken und mit dem FCK erfolgreich sein“, sagt der 1,90 Meter große Profi, der einen Dreijahresvertrag beim Zweitliga-Absteiger unterschrieben hat. Kraus ist eine Schlüsselrolle in der Abwehrkette zugedacht.

 

„Die Entscheidung für Lautern ist relativ schnell gefallen. Ich war in Urlaub, hatte keinen Verein, dann hat sich der FCK gemeldet. Ich komme aus Wiesbaden, da liegt der FCK nahe …“, sagt Kevin Kraus. Dass seine Familie in der hessischen Landeshauptstadt lebt, seine Freundin dort daheim ist und studiert, „das passt ganz gut“.

Ein Bundesligaspiel für Eintracht Frankfurt

 

Dass Kraus auf dem Markt war, dass er „als gestandener Spieler“ für den FCK zu bekommen war, überraschte auch Trainer Michael Frontzeck. „Ich bin froh, dass wir ihn bekommen haben. Es ist gut für eine neuformierte Truppe, dass wir relativ viele Spieler haben, die Kommandos geben, auf dem Platz gut kommunizieren. Nicht nur Kevin, sondern auch André Hainault“, sagt der FCK-Coach.

 

Das Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt blieb ein einmaliges Vergnügen für Kraus. Es folgten Profistationen bei der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Heidenheim. 97 Zweitligaeinsätze (sechs Tore, eine Vorlage) und 17 Spiele in der Dritten Liga (fünf Tore, eine Vorlage) stehen in seinem Schaffensprotokoll. „Ich weiß schon, wo das Tor steht. Um Tore zu machen, gehört auch immer ein bisschen Glück dazu. Ich weiß aber auch, dass meine Hauptaufgabe darin besteht, Tore zu verhindern, primär geht es für mich darum, den Laden hinten dicht zu machen“, betont der Abwehrriese. Auf Wucht und Körperlichkeit haben Trainer und Sportvorstand bei der Kaderzusammenstellung ganz besonders geachtet. Kraus sollte passen!

"Wichtig, schnell zusammenzufinden"

 

Kevin Kraus wirkt reif, erwachsen, gelassen und doch von Erfolgsstreben getrieben. „Ich habe mich in Heidenheim rein gebissen, habe dort gelernt, viel Verantwortung zu übernehmen“, sagt der bald 26-Jährige. Findet er seine Form, dann wird er dem neuen FCK in der Dritten Liga gut tun.

 

Die Tage im Trainingslager, so anstrengend sie auch waren, bewertet Kraus durchweg positiv. „Die Zeit in Herxheim war auch gut für den Teamgeist. Die Jungs sind alle gut drauf, alle nett“, lobt der Abwehrspieler den Mannschaftsgeist.

 

Ziele? Das Wort Aufstieg fällt nicht im Interview mit Kevin Kraus. „Wichtig bei einer völlig neuen Mannschaft ist, dass wir schnell zusammen finden, gut in die Saison kommen und die Fans gleich mitnehmen können“, sagt der Abwehrspieler, der eine Art Ruhepol sein soll: „Für mich selbst hoffe ich, gesund zu bleiben und dass ich der Mannschaft helfen kann!“

 


 

Steckbrief

 
  • Geboren: 12. August 1992 in Wiesbaden
  • Nationalität: Deutsch
  • Größe: 1,90 Meter
  • Gewicht: 91 Kilogramm
  • Vertragslaufzeit: bis 30. Juni 2021
  • Rückennummer: 5
  • Bisherige Vereine: 1. FC Heidenheim, SpVgg Greuther Fürth, Eintracht Frankfurt, SV Wehen Wiesbaden, SV Niederseelbach.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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