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FCK

Ein FCK-Fan kommt als Gegner

Ein Kämpfer, der auch Spiele lesen kann: Denis Linsmayer. Links der Braunschweiger Suleiman Abdullahi.

Ein Kämpfer, der auch Spiele lesen kann: Denis Linsmayer. Links der Braunschweiger Suleiman Abdullahi. ( Foto: KUNZ)

PORTRÄT: Denis Linsmayer mit Sandhausen auf Kurs

«SANDHAUSEN.» Er trägt die Nummer 6. Und er ist ein richtig guter Sechser in der Zweiten Fußball-Bundesliga: Denis Linsmayer (26) hat sich in den knapp fünf Jahren beim SV Sandhausen zu einer Führungspersönlichkeit entwickelt. Er definiert sich durch Leistung, Intelligenz und ein sympathisches Auftreten.

 

Am Freitag (18.30 Uhr) kommt Linsmayer heim, zurück ins Stadion, wo er in jungen Jahren Balljunge war, auf der Westtribüne mitfieberte. 2004 wechselte Linsmayer von der TSG Kaiserslautern zum FCK, spielte in der Jugend und in der U23 der Roten Teufel, war Kapitän, wurde Profi, schaffte den Sprung in den Zweitliga-Kader, ehe ihn der damalige Trainer Franco Foda nach einer Roten Karte beim Spiel in Paderborn mehr oder weniger links liegen ließ. So folgte Linsmayer dem Ruf seines früheren Trainers Alois Schwartz nach Sandhausen, wurde Stammspieler, weil Leistungsträger, und hat sich nun in eineinhalb Jahren unter der Regie von Trainer Kenan Kocak sportlich weiter entwickelt. Den schneidigen Zweikämpfer zeichnen auch eine gute Passquote und eine gute Schusstechnik aus.

 

Die alte Liebe aber rostet nicht. „Ich war schon immer FCK-Fan und ich werde immer FCK-Fan bleiben“, unterstrich der Mittelfeldrackerer am Sonntag nach dem 0:0 gegen Eintracht Braunschweig. Klar, am Freitag will und wird Linsmayer seine Arbeit machen, versuchen, mit dem SVS in Kaiserslautern zu punkten, um vielleicht doch noch Dritter zu werden. „Das ist definitiv unser Anspruch. Wir haben die beste Defensive der Liga, wenn wir eine bessere Chancenauswertung hätten ...“, sinniert Linsmayer. „Düsseldorf hat Hennings und Raman, Nürnberg Ishak, das sind Torjäher, die aus wenig viel machen. Das macht den Unterschied in einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Da stehen alle Spiele auf des Messers Schneide“, argumentiert Sandhausens Zentralverriegler.

 

Die FCK-Spiele schaut sich Denis Linsmayer wann immer es geht zumindest im Fernsehen an. Gegen Bielefeld war er auch auf dem Betzenberg, sah dann das abgebrochen FCK-Match am Darmstadter Böllenfalltor. „Gegen Kiel hat der FCK sehr, sehr gut gespielt“, anerkennt Linsmayer, beeindruckt von der „Alles oder Nichts-Mentalität-Mentalität“ der Mannschaft: „Das wird ein sehr besonderes Spiel. Sie haben in der Winterpause gute Arbeit geleistet und die Mannschaft mit drei Neuen verstärkt.“

 

„Ich drück’ dem FCK die Daumen, dass sie es schaffen, dass sie drin bleiben“, sagt Linsmayer, dessen Vertrag beim SV Sandhausen im Sommer endet. Die Wertschätzung der Verantwortlichen am Hardtwald ist ihm gewiss. Im spanischen Trainingslager habe Manager Otmar Schork signalisiert, den Kontrakt gerne verlängern zu wollen. „Ich hatte auch letztes Jahr sehr gute Gespräche mit dem Trainer und dem Manager. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, in Sandhausen zu bleiben“, sagt Linsmayer. Er fühlt sich wohl, weiß was er am Verein hat und würde wohl im Sommer nur von der Fahne gehen, wenn eine Bundesliga-Offerte lockt oder ein Top-Klub der Zweiten Bundesliga anklopft.

 

Im letzen Sommer ist Denis Linsmayer, der bodenständig-geerdete Profi, mit seiner Familie in ein Reihenhaus in einem Neubaugebiet in Brühl gezogen, wo viele junge Familien leben. Das passt auch für Linsmayers Frau, Töchterchen Milla (2) und Stammhalter Mateo, der im September 2017 zur Welt kam.

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern. |zkk

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