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Sonntag, 19. August 2018 Drucken

FCK

Bittere Lektion für den Spielball

Joelinton (Mitte) erzielt das 3:0 für Hoffenheim. Der 22 Jahre alte Brasilianer ist mit drei Treffern bester Schütze des ungleichen Pokalduells.

Joelinton (Mitte) erzielt das 3:0 für Hoffenheim. Der 22 Jahre alte Brasilianer ist mit drei Treffern bester Schütze des ungleichen Pokalduells. ( FOTO: KUNZ)

Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim manifestiert den Zwei-Klassen-Unterschied mit einem 6:1 beim überforderten

Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Der FCK sucht seine Chance nach Spalvis’ 1:3, wird aber brutal ausgekontert. Eine Lehrstunde.

Gute Vorsätze sind das eine. Die Realität aber ist eine andere: In der 22. Minute führte die TSG 1899 Hoffenheim beim 1. FC Kaiserslautern in der DFB-Pokal-Erstrunden-Partie verdient mit 3:0 – drei Chancen, drei Tore. „Der Zwei-Klassen-Unterschied wurde mehr als deutlich“, gestand der Lauterer Trainer Michael Frontzeck. Der FCK wurde zum Spielball des Champions-League-Teilnehmers. Mit viel Tempo über die Flügel rissen die Hoffenheimer die langsame Lauterer Deckung auf. Der blendend aufgelegte Nico Schulz, von Florian Dick nur selten zu stoppen, war Ausgangspunkt des 1:0-Führungstreffers, den der überragende Joelinton nach Sievers-Parade aus 16 Metern erzielte (6. Minute). Beim 2:0 war Schulz nach Kaderábek-Flanke, die Janek Sternberg nicht verhindern konnte, schneller als Dick (13.). Beim 3:0 bediente Vincenzo Grifo den bärenstarken Joelinton (22.). „Ich wollte es schnell entschieden haben“, sagte 1899-Trainer Julian Nagelsmann zufrieden. Sein Plan ging auf.

Die große Chance zum 1:2 vergab Lukas Spalvis. Mit einem Flugkopfball hatte Kevin Kraus geklärt, Christoph Hemleins feinen Lupfer wusste Spalvis nicht zu nutzen (20.). Klasse war später sein Kopfballtor zum 1:3 nach Dick-Freistoß (33.). „Wir haben die ersten 20 Minuten komplett verschlafen, nach dem 1:3 richtig gut gespielt. Nach der Halbzeit dann das Déjà-vu“, sagte Spalvis. „Wir wollten das zweite Tor machen, merkten, dass das möglich ist und wurden ausgekontert“, sagte Sternberg. Dem vorzüglichen Pavel Kaderábek (51.), Sturmtank Joelinton (53.) und Joker Joshua Brenet (63.) machte die brüchige, schlecht sortierte Lauterer Defensive das Toreschießen allzu leicht.

Nach Vorarbeit des umtriebigen Hemlein vergab Timmy Thiele die große Chance zur Ergebniskosmetik (73.). Neben der fehlenden Geschwindigkeit ist die Abschlussschwäche der neuen Lauterer Mannschaft auch in den Ligaspielen bisher offenkundig gewesen. Das ungleich teurere Bundesliga-Topteam aus dem Kraichgau – Fünf-Millionen-Euro-Etat versus 50-Millionen-Budget – machte es den harmlosen Roten Teufeln gestern vor. „Man hat gesehen, dass die Hoffenheimer eiskalt vor der Hütte sind“, bemerkte der für Gino Fechner eingewechselte Jan Löhmannsröben. Der aus Jena gekommene Mittelfeldspieler gab ein ansprechendes Debüt. Der 27-Jährige war in den ersten vier Saisonspielen in der Dritten Liga nicht zum Zug gekommen. „Ich war nicht fit. Ich hatte ein paar Kilo zu viel auf den Rippen“, bekannte Löhmannsröben, „dann hat man mir gesagt, die beste Methode das runterzukriegen, sind Spiele, und die holst du dir am besten erst mal in der Oberliga. Das habe ich gemacht.“

Für die wichtige Drittliga-Partie am Samstag (14 Uhr) gegen den Karlsruher SC sieht Frontzeck in Löhmannsröben eine Option für die Startelf. „Jetzt“, betonte der FCK-Trainer, „haben wir ein Spiel vor der Brust, das wir gewinnen sollten.“

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