Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker SV 64-Frauen haben sich im Kieler Zebra-Reich vorbereitet

Mit dieser Mannschaft gehen die Damen des SV 64 Zweibrücken in die neue Oberliga-Saison (hinten von links): Physiotherapeutin Ba
Mit dieser Mannschaft gehen die Damen des SV 64 Zweibrücken in die neue Oberliga-Saison (hinten von links): Physiotherapeutin Barbara Köhler, Trainer Rüdiger Lydorf, Janine Baus, Lea Bullacher und Celine Jag sowie (Mitte von links) Hanna Müller, Annalena Frank, Lara Schlicker, Lucy Hilz und Vera Jänicke. Vorne (von links) stehen Rebecca Knoll, Joelle Wagner, Maryam Midani, Annalena Zahm und Lea Luga.

Saisonvorschau: In Kiel, unter anderem in Sichtweite zum Bundesliga-Dino THW Kiel, haben sich die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken den Feinschliff für die am Samstag beginnende Saison geholt. Ein Riesenerlebnis für das jüngste Team der Spielklasse, auf das in der Runde starke Gegner warten. Zum Auftakt kommt im Derby Drittliga-Absteiger HSG Marpingen-Alsweiler nach Zweibrücken.

„Das war schon ein besonderes Erlebnis“, erinnert sich SV-Trainer Rüdiger Lydorf, der in seine achte Spielzeit auf der Zweibrücker Trainerbank geht, gerne an die Einheit in der Trainingshalle des THW Kiel zurück. In der Halle waren Spielbereiche durch Vorhänge getrennt. „Direkt neben uns hat das Kieler Bundesliga-Team trainiert. Da hat man schon den ein oder anderen Spitzenspieler gesehen“, erzählt Lydorf.

Was den Coach am Aufenthalt im Kieler Zebra-Reich (das Kieler Maskottchen) aber viel mehr beeindruckte: „Der Riesen-Unterschied an Professionalität.“ Damit meint er gar nicht die Akteure des mehrfachen deutschen Meisters und Champions-League-Siegers. „Wir waren in der Kabine der Kieler Junioren untergebracht. Dort hingen deren Regenerationspläne. Was die jungen Spieler hier schon leisten müssen, ist enorm“, sagt Lydorf begeistert.

Jüngste Mannschaft der Oberliga

Wie überhaupt das gesamte Team sehr begeistert war vom Trainingslager in Kiel, das Axel und Katharina Koch – beide lange Jahre beim SV 64 aktiv und zwischenzeitlich nach Kiel umgezogen – mit organisiert hatten. Das Trainingslager im hohen Norden „war ein besonderes Erlebnis und die Reise wert“, da waren sich Coach und seine Mannschaft einig.

Die Zweibrückerinnen schicken das jüngste Team der Klasse ins Rennen. Die Spielerinnen, die vergangene Runde noch dritte Mannschaft gespielt haben – parallel dazu schon begonnen hatten, das Grundgerüst des Oberliga-Teams zu bilden – sind nun komplett in der Oberliga angekommen. „Klar, das wird eine schwere Runde, weil die Liga insgesamt an Qualität gewonnen hat“, sagt SV-Trainer Rüdiger Lydorf. Er weiß, dass seine jungen Spielerinnen eines mitbringen: „Richtig viel Lust auf Handball.“ Dass es noch viel zu lernen geben wird, „das ist uns allen klar“, betont Lydorf.

Herausforderung mit Drittliga-Absteiger zum Start

Gleich zum Auftakt wird es herausfordernd: Einer der beiden Absteiger aus der Dritten Liga, die HSG Marpingen-Alsweiler, ist am Samstag (20 Uhr) der erste Gast in der Westpfalzhalle. „Wir werden nur in wenigen Spielen Favorit sein, in diesem sicher nicht“, sagt Lydorf. Die erste Partie bringt ein Wiedersehen mit einer erfahrenen Spielerin, die in der Vorsaison noch für den SV aktiv war: Marie Kiefer trägt wieder das HSG-Trikot.

Deren Rückraum-Position könnte Neuzugang Rebecca Knoll übernehmen. Die Zweibrückerin kommt, wie auch Torhüterin Joelle Wagner, von den HF Köllertal. Die junge saarländische Torhüterin spielt noch in der A-Jugend in Bensheim/Auerbach. „Aber vorerst spielt sie gar nicht, sie hat sich in einem Jugendspiel verletzt“, sagt Lydorf. SV-Torhüterin Nummer eins, Annalena Zahm, gerade zur Kapitänin gewählt, erhält daher zunächst abwechselnd Unterstützung von Torhüterkolleginnen aus der SV-Zweiten oder der Jugend.

Lucy Hilz ist die neue SV-Dirigentin

Die Zweibrückerinnen entwickeln sich ständig weiter. Was dem Trainer schon gut gefällt: „Wir haben es geschafft, nicht mehr so oft zu überhastet abzuschließen.“ Dirigiert wird das Zweibrücker Spiel künftig von Spielmacherin Lucy Hilz, Knoll kann sie hier entlasten. Sie kann aber auch Annalena Frank, die im linken Rückraum für Torgefahr sorgt, und Janine Baus, die auf der rechten Seite angreift, Verschnaufpausen verschaffen. Er habe keinen Riesen-Kader, „aber ein bisschen Variabilität bringen wir mit“, nennt Lydorf ein Plus.

Kader

Zugänge: Rebecca Knoll, Joelle Wagner (beide HF Köllertal)

Abgänge: Lucy Dzialoszynski (TuS Steißlingen), Marie Kiefer (HSG Marpingen-Alsweiler), Daphne Huber (zweite Mannschaft SV 64), Kimberly Pfeifer, Jasmina Zimmermann (beide Pause)

Tor: Annalena Zahm, Joelle Wagner

Rückraum: Annalena Frank, Janine Baus, Lucy Hilz, Rebecca Knoll

Außen: Lea Luga, Vera Jänicke, Lara Schlicker, Celine Jag

Kreis: Hanna Müller, Lea Bullacher

Die ersten Spiele

Samstag, 10. September: SV 64 Zweibrücken - HSG Marpingen-Alsweiler; Samstag, 17. September: VTV Mundenheim - SV 64; Sonntag, 25. September: SV 64 - TV Wörth; Sonntag, 9. Oktober: SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim 2 - SV 64; Samstag, 15. Oktober: SV 64 - TV Bodenheim.

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