Handball
Top-Spiel: Zweibrücker SV 64-Herren am Samstag beim Dritten Budenheim
Die Geschichte, an die sich Bullacher, einige seiner Spieler und viele SV-Fans erinnert fühlen, ereignete sich fast auf den Tag genau vor zwei Jahren und elf Monaten: am 7. Dezember 2019. Als ungeschlagener Tabellenführer war der SV 64 zum Dritten Budenheim gereist. Vier Minuspunkte wiesen die Rheinhessen auf. Begleitet von 100 Zweibrücker Fans lieferten die Gäste, die mit der Bilanz von 28:0 Punkten angereist waren, eine unterm Strich enttäuschende Leistung ab.
2019 konnte die schwache Leistung manches Leistungsträgers nicht taktisch ausgeglichen werden. Am Ende stand eine höchst unnötige 22:23-Niederlage der Zweibrücker. Es blieb aber die einzige Saisonniederlage, mit der Bilanz von 42:2 Punkten – acht Spieltage vor Rundenende war die Saison coronabedingt abgebrochen worden – wurde der SV 64 Meister und stieg in die Dritte Liga auf. „Wenn wir wieder Meister würden, wäre eine Niederlage in Budenheim zu verkraften“, sagt Bullacher daher schmunzelnd. Verlieren müsse trotzdem nicht sein. Auch wenn Budenheim, das bislang nur Meisterschaftsfavorit Homburg unterlag, als Favorit ins Heimspiel geht.
Wieder viele SV-Fans vor Ort in Rheinhessen dabei
Die gute Nachricht für die Zweibrücker vor dem Top-Spiel am Samstag: Christian Kosel hütet nicht mehr das Budenheimer Tor, hat seine Karriere berufsbedingt beendet. Der ehemalige Drittliga-Keeper machte damals das Oberliga-Spiel seines Lebens, zog die Zweibrücker Würfe magisch an. „Aber die Budenheimer haben mit Karim Ketelaer den vielleicht besten Oberliga-Torhüter“, weiß Bullacher, dass es mit dem Torewerfen nicht leichter wird. Zumal mit Philipp Kockler der bis dato gefährlichste SV-Angreifer mit seinem in Illtal erlittenen Mittelhandbruch ausfällt. Operiert werden muss Kockler nicht. „Die Hauptaufgabe für uns wird sein, wie wir Philipp ersetzen“, verweist Bullacher auf taktische Überlegungen vor dem Spitzenspiel. Worauf sich die Zweibrücker verlassen können: die Fans. Die werden in Budenheim zahlreich vor Ort sein. „Die sind unglaublich“, freuen sich Bullacher und Co. über die angekündigte Unterstützung.
2019 war Niklas Bayer bester Zweibrücker, der Linkshänder setzt aktuell die entscheidenden Nadelstiche gegen gegnerische Abwehrreihen. Tom Grieser, Benny Zellmer und Philipp Hammann standen damals auch auf dem Feld und werden auf etliche Budenheimer treffen, die 2019 gleichfalls gespielt haben. Die Tormaschinerie der Sportfreunde um Stefan Corazolla, Max Grethen und Co. stoppen: Das wird die Herausforderung für die zuletzt wieder verbesserte SV-Abwehr.
Verletzt, krank, beruflich verhindert – so reduzierte sich zu Wochenbeginn der SV 64-Kader, was ein abgesagtes Training zur Folge hatte. „Abgesehen von den Langzeitverletzten sollten am Samstag aber alle spielen können“, hofft Bullacher.