Blickpunkt: Das VG-Neujahrsturnier RHEINPFALZ Plus Artikel Spaß ist für alle Teams das A und O am Samstag in der Contwiger Halle

Die Fans des SV Battweiler I bejubeln im Jahr 2020 den Siegeszug ihrer Mannschaft bei der 27. Auflage des Neujahrsturniers der V
Die Fans des SV Battweiler I bejubeln im Jahr 2020 den Siegeszug ihrer Mannschaft bei der 27. Auflage des Neujahrsturniers der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land.

Hallenfussball: Die einen stellen eine erste und eine 1,5-Mannschaft, die anderen basteln bis zur letzten Minute noch am Kader. Manche Teams spielen mit ihrer „Draußen-Taktik“ , hinten drin stehen will eigentlich keiner, sondern alle wollen viele Tore schießen. Aber was ist beim Turnier der VG Zweibrücken-Land eigentlich ein reiner „Viertelfinal-Trainer“ Und wer beerbt den SV Battweiler?

Bei der 28. Auflage des Neujahrsturniers der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land will Bezirksligist SV Battweiler seinen Titel aus dem Jahr 2020 – vor der Corona-Krise – verteidigen, muss dazu aber bereits eine knüppelharte Vorrundenphase in der Gruppe D überstehen. Ausrichter des Turniers mit zwölf Mannschaften ist am Samstag (Spielbeginn 13 Uhr) in der IGS-Sporthalle in Contwig die Schiedsrichtervereinigung Pirmasens-Zweibrücken. Die Viertelfinalspiele steigen ab etwa 15.45 Uhr, das Finale soll kurz vor 18 Uhr angepfiffen werden. Wie gehen die Klubs nach zwei Jahren Pause ins Turnier? Die RHEINPFALZ hat nachgefragt.

Gruppe A

SV Großsteinhausen I: „Wir zählen uns sicher nicht zu den Favoriten. Battweiler ist der Favorit, Althornbach hat aber auch traditionell eine gute Hallenmannschaft. Contwig würde ich auch dazu zählen“, sagt SVG-Vorstandsmitglied Heiko Weber, der aber angesichts des schwächeren Abschneidens bei den vergangenen Turnieren der Verbandsgemeinde etwas Nachholbedarf für sein Team sieht. Glücklich ist er, dass mit Laurenz Stuppy ein Spieler in der Winterpause den Weg nach Großsteinhausen gefunden hat. „Er wollte es in Weselberg mal probieren, hat sich dann aber doch entschieden, zu uns zu wechseln“, sagt Weber, der im Laufe der Woche noch mit Spielertrainer Max Kochmann besprechen wollte, ob der nach seiner Kreuzbandverletzung beim Hallenturnier schon wieder auf dem Feld stehen möchte.

FC Kleinsteinhausen: Für den „kleinen FCK“ wird es – nach bisher nur mageren fünf Punkten in der Saison der B-Klasse West – wohl auch in der Halle schwer werden, Punkte zu sammeln. Die Mannschaft von Trainer Jens Busse konnte zum Ende der Hinrunde allerdings gegen den TSC Zweibrücken II den ersten Saisonsieg einfahren und kann so mit etwas Rückwind in das Turnier starten, auch wenn die Kleinsteinhauser zu den Außenseitern gehören.

SG Bechhofen/Lambsborn: „Nach Möglichkeit soll sich keiner verletzten, das ist mir schon wichtig“, sagt Sören Bernhard, Trainer des A-Klassen-Schlusslichts SG Bechhofen/Lambsborn (A-Klasse Kusel/Kaiserslautern) und stellt diesen Wunsch vieler Teams vor dem Hallenturnier vor die fußballerische Leistung. „Wir kicken gerne in der Halle. Ich mag auch das VG-Turnier. In Bruchmühlbach war alles ganz eng beisammen. Unser Fokus liegt aber klar auf der Saison draußen. Wir wollen nicht absteigen“, bekräftigt Bernhard, der sich mit seinem Team noch im Dunstkreis der Nichtabstiegsränge befindet. Der vierte Platz unlängst beim Verbandsgemeindeturnier in Bruchmühlbach zeigte, dass Bechhofen/Lambsborn durchaus gute Hallenkicker in den Reihen hat. Beim bislang einzigen Hallenturnier des Winters schrammte die SG, durch eine Niederlage im letzten Turnierspiel, nur knapp an einer besseren Platzierung vorbei.

Gruppe B

TV Althornbach: „Wir haben lange nicht mehr in der Halle gespielt. In der Westpfalzhalle haben die Schiedsrichter Ende Dezember ein Hallenturnier ausgerichtet, da haben wir gut gespielt. Da haben wir erst im Finale gegen den TSC Zweibrücken verloren“, sagt Co-Trainer Michael Greinert, der seiner Mannschaft durchaus gute Hallenqualitäten zuspricht. „Das A und O ist der Spaß in der Halle“, sagt Greinert, dessen Team in der kommenden Woche mit der Rückrundenvorbereitung beginnt. Die TVA-Goalgetter Marius Müller und Tobias Früauf haben schon oft in der Halle gezeigt, dass sie wissen, wo das Tor steht. „Wir hoffen auch, dass unsere Torhüter zur Verfügung stehen“, verweist Greinert auf personelle Engpässe. „In der Halle ist viel möglich“, sagt Greinert und sieht auch Chancen gegen die Favoriten.

SV Hornbach: Als Außenseiter geht die Mannschaft von Philip Jakob ins Turnier. Nach dem Rückzug in die C-Klasse vor der Saison spielt der SVH dort als derzeitiger Tabellensiebter eine ordentliche Rolle, wird es aber in der Gruppe B mit Stambach und Lokalrivale Althornbach sehr schwer haben, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren.

SC Stambach: Für Spielertrainer Markus Bolies ist das Turnier immer ein Höhepunkt. „Es kommen die ganzen Vereine von drumherum zusammen“, sagt Bolies, der den Wettbewerb nicht auf die leichte Schulter nimmt. „Wenn wir die Trikots anziehen, wollen wir so weit kommen, wie es geht. Es sind aber auch bessere Teams dabei“, erklärt der Spielertrainer, der Titelverteidiger Battweiler in der Favoritenstellung sieht. „Wir haben keine besondere Taktik in der Halle, spielen aber doch meist eher zurückhaltend. Pressing ist nicht so unser Ding. Wir übernehmen einfach die Taktik, die wir auch draußen spielen“, sagt Bolies. Als besonders guten Hallenspieler hebt er Torhüter Jonas Schwarz hervor. „Die kleinen Tore liegen ihm richtig gut“, erläutert Bolies.

Gruppe C

SV Palatia Contwig II: „Wir spielen mit gemischten Mannschaften. Ich würde sagen, eine erste Mannschaft und eine 1,5te-Mannschaft“, sagt Palatia Trainer Stefan Höh, der bis zuletzt die Teams noch mal anpassen musste. „Wir haben nur einmal in der Halle trainiert“, erzählt Höh weiter und sieht mit Tim Hüther und Sascha Hoffmann sehr gute Hallenkicker in den eigenen Reihen. Dass die Gruppe C, wo die zweite Contwiger Garde aufläuft, deutlich leichter ist, gibt er offen zu. „Wir werden trotzdem mit den besten Spielern in der ersten Mannschaft spielen. Da kommen keine Gedanken auf, die zweite Mannschaft zu verstärken“, erzählt Höh, der wenig taktisch, aber mit viel Augenmerk auf das Toreschießen spielen lassen will. „Wir wollen nicht hinten drin stehen. So macht Hallenfußball keinen Spaß“, fügt er an.

SV Großsteinhausen II: „Es steht noch gar nicht genau fest, wer spielt“, sagt SVG II-Trainer Heiko Weber und will erst einen Tag vor dem Turnier endgültig festlegen, wer aufläuft. Er sieht nicht mehr die ganz große Resonanz bei den Spielern für anstehende Hallenturniere, wie es sie noch in den vergangenen Jahren gab. „Wir haben diese Woche aber auch extra mal in Contwig trainiert, wegen des VG-Turniers“, erklärt er, schon Ambitionen mit seiner Mannschaft zu haben. Mit der Auslosung ist Weber indes sehr zufrieden, weil er gegen die zweite Mannschaft des SV Battweiler und von Palatia Contwig gute Möglichkeiten sieht, sich durchzusetzen.

SV Battweiler II: „Bei der zweiten Mannschaft werden auch Spieler aus dem Bezirksliga-Team zum Einsatz kommen“, sagt Daniel Lenhard, Trainer der Battweiler Bezirksliga-Truppe. Das sei schlichtweg das Ergebnis von sehr vielen Rückmeldungen aus der Bezirksliga-Mannschaft. „Es haben einfach viele Lust mitzuspielen, deshalb werden wir ein bisschen durchmischen. Ich gehe aber davon aus, dass wir auch mit der zweiten Mannschaft gut dastehen werden“, erklärt Lenhard. Betreut wird die zweite Mannschaft von Trainer Dirk Blügel, der möglicherweise auch auf dem Feld zum Einsatz kommt.

Gruppe D

SV Battweiler I: „Es wäre schon nicht schlecht, die Gruppenköpfe zu setzen. So spielen die drei vermutlich besten Mannschaften zusammen in einer Gruppe – und einer scheidet aus“, sagt SVB-Trainer Daniel Lenhard zur Auslosung. „Es spielen die, die Lust haben – aber auch viele von der Stammelf“, sagt Lenhard, für den das Verbandsgemeinde-Turnier immer ein Höhepunkt ist. Aber auch andere Teams hält er für durchaus gewappnet, um den Titel mitzuspielen. „Von den Namen her können sicher auch Lambsborn und Großsteinhausen eine gute Rolle spielen“, sagt der frühere Verbandsliga-Fußballer.

SG Knopp/Wiesbach: „Wir haben eine starke Mannschaft in der Halle. Aber es werden auch Leute spielen, die bei den letzten Turnieren nicht gespielt haben“, sagt Co-Spielertrainer Mentor Shabani von der SG Knopp/Wiesbach. Die Schmähungen unlängst beim Verbandsgemeinde-Turnier in Thaleischweiler-Fröschen sind auch bei ihm noch nicht ganz verdaut. „Wir erwarten schon eine Stimmung gegen uns, aber nicht in dem Ausmaß wie in Thaleischweiler-Fröschen. Das geht uns schon noch nach. Die Teams können aber gerne sportlich gegen uns sein“, sagt Shabani, der einige technisch starke Spieler im Bezirksliga-Team von SG-Trainer Sanel Nuhic sieht, die beim Budenzauber besondere Qualität haben.

SV Palatia Contwig I: „In der Halle weiß man nie. Wir denken, wir können schon mithalten“, sagt Palatia-Trainer Stefan Höh, dessen Team schon seit dem 3. Januar wieder auf dem Platz steht – für die geplante sechswöchige intensive Vorbereitung auf die Rückrunde. Sein Team sei aber auch davon abhängig, wie die Gegner auflaufen. „Unser Augenmerk liegt eher auf der Saison. Wir liegen derzeit auf dem dritten Platz in der A-Klasse und können noch aufsteigen“, sagt Höh, der nur dann als Trainer einspringt, wenn die erste und zweite Mannschaft im Viertelfinale aufeinander treffen. „Tim Hüther ist unser Hallentrainer“, erklärt Höh dazu.

Glanzparade: Hier streckt Tormann Timo „Zimbo“ Zimmermann vom SV Battweiler II sich im Viertelfinale 2020 gegen den SV Palatia C
Glanzparade: Hier streckt Tormann Timo »Zimbo« Zimmermann vom SV Battweiler II sich im Viertelfinale 2020 gegen den SV Palatia Contwig II mächtig und erfolgreich nach dem Ball. Die Teamkollegen schauen zu.
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