Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Ortsdurchfahrt Rimschweiler wird bald für acht Wochen gesperrt

Am Ortseingang Rimschweiler soll ein Fahrbahnteiler gebaut werden.
Am Ortseingang Rimschweiler soll ein Fahrbahnteiler gebaut werden.

Eigentlich sollte der Verkehrsteiler am Rimschweiler Ortseingang schon vergangenes Jahr gebaut werden. Die Arbeiten haben sich verzögert.

Nun soll der Auftrag zum Bau des Verkehrsteilers spätestens Ende September an eine Firma vergeben werden. „Wann der Bau vor dem Hintergrund der derzeitigen Vollauslastung der Unternehmen in Verbindung mit den Lieferengpässen in den verschiedensten Bereichen beginnt, muss dann mit dem beauftragen Unternehmen festgelegt werden“, erläutert Richard Lutz vom Landesbetrieb Mobilität in Kaiserslautern. Dennoch: Oberstes Ziel sei es auf alle Fälle, dass mit dem Bau des Verkehrsteilers noch in diesem Jahr begonnen wird. Grund für die einjährige Verspätung des Baubeginns ist nach Lutz’ Worten der große Umfang der Planungsaufgaben: So müssten die Radfahrer-Führung sowie der richtige Umgang mit dem angrenzenden Westwallbunker und den Versorgungsleitungen mit einberechnet werden.

Wenn es mit der Baustelle dann losgeht, wird die direkte Wegverbindung zwischen Rimschweiler und Zweibrücken für voraussichtlich acht Wochen voll gesperrt. „Selbst wenn wir den Radweg mit einbeziehen würden, wäre eine halbseitige Bauweise nicht möglich“, argumentiert Lutz. Gründe dafür seien die „Fahrbahngeometrie“, die vorhandene Geländestruktur, die Vielzahl an verlegten Versorgungsleitungen und letztlich der nötige Sicherheitsabstand zwischen Autos und Arbeitern im Baustellenbereich. Während der Bauphase soll der gesamte Verkehr über Althornbach, Hornbach und die L700 in Richtung Flughafen umgeleitet werden. Das betrifft etwa 5000 bis 6000 Autos, die laut Lutz künftig in beide Fahrtrichtungen täglich den Fahrbahnteiler passieren werden. Zum Vergleich: Von der Rimschweiler Ortsmitte bis zum Zweibrücker Nagelwerk-Kreisel sind es etwa 1,9 Kilometer. Über die L700 beträgt die Strecke hingegen satte 21 Kilometer – eine Fahrt über die Autobahn nicht eingerechnet, weil etwa Roller dort nicht fahren dürfen.

Isolde Seibert möchte Erfolg erst mal abwarten

Wie hoch die geschätzten Kosten für den Bau mittlerweile liegen werden, kann Lutz noch nicht sagen. „Bei den derzeitigen Preisentwicklungen ist von einer Kostenerhöhung auszugehen. Genauere Zahlen haben wir erst nach der Angebotseröffnung.“ Im März 2020 waren etwa 200.000 Euro angesetzt. Sämtliche Kosten werde der LBM, sprich das Land, tragen.

Rimschweilers Ortsvorsteherin Isolde Seibert zeigt sich auf Anfrage froh, dass der Bau des Verkehrsteilers nun bald beginnen soll. „Wann genau, weiß ich nicht. Ich wusste nur, dass es nach der Kerwe sein wird. Die ist aber jetzt auch schon rum. Aber wir kennen ja die ganzen Verzögerungen und Preissteigerungen.“ Inwiefern der Verkehrsteiler die Autos in Rimschweiler wirklich zum Abbremsen bringen wird, bleibt nach Seiberts Worten abzuwarten. Am Ortseingang, so sagt sie, werden die Autos wohl langsamer fahren. Offen sei, ob mancher Fahrer später in der Ortsdurchfahrt dann wieder kräftiger aufs Gas drückt.

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