Hallenfussball RHEINPFALZ Plus Artikel Gelb-Schwarze Ixheimer dürfen gleich drei Titel bejubeln

Hoch das Bein: Eine Szene aus einem E-Jugend-Spiel der Hallenstadtmeisterschaften zwischen dem TSC Zweibrücken und dem TuS Rimsc
Hoch das Bein: Eine Szene aus einem E-Jugend-Spiel der Hallenstadtmeisterschaften zwischen dem TSC Zweibrücken und dem TuS Rimschweiler. TSC-Spielers Maximilian Sanchez (Mitte, im schwarzen Trikot) schießt aufs Tor, Rimschweilers Lias Bischoff (rechts) versucht, den Schuss zu blocken.

Insgesamt 28 Zweibrücker Mannschaften von den Bambini bis zur A-Jugend suchten am Samstag und Sonntag ihre Jugend-Stadtmeister. Die einzige Ausnahme bildeten unterm Hallendach die C-Jugendlichen, da kamen nicht genug Meldungen zusammen. Für den SV Ixheim gab es bei den Herren im Januar nichts zu ernten, ganz anders sah es an diesem Wochenende aus.

„Ich denke, es war schön für alle, fair war es in jeden Fall“, resümierte Johannes Müller als sportlicher Vorstand das Turnier, das die VB Zweibrücken in der Westpfalzhalle ausgerichtet hatten. Das Zusammenspiel untereinander – auch außerhalb des Spielfeldes zwischen den Trainern – habe durchweg harmoniert, keiner habe in der Stimmung überzogen, fand Müller.

Beim Thema fußballerisches Gesamtniveau müssten allerdings Abstriche gemacht werden. „Es war halt ein Hallenturnier von Jugendspielern“, meinte der ehemalige Kicker in seiner ersten Beurteilung. „Teilweise war es mal besser, dann fiel es ab.“ Das war aus seiner Sicht allerdings zu erwarten und erstmal nichts Schlimmes. „An einigen Stellen wird hat deutlich, wie stark die Basis mittlerweile bei allen Vereinen fehlt“, argumentiert der 38-jährige Lehrer.

„Dieses Problem haben selbst die großen Vereine. Und hast du mal sehr gute Spieler, dann werden die schnell von höherspielenden Vereinen wie dem FC Homburg oder dem FK Pirmasens abgeworben. Oder sie gehen in Leistungszentren wie nach Elversberg, und das beginnt halt leider schon in der E-Jugend“, bedauert der dreifache Familienvater diese Entwicklung.

Ixheimer Hauptaugenmerk liegt auf der Jugend

Sein eigener Filius kickt bei den Bambini der VBZ, und da steht der Spaß über allem. Daher wurde in dieser Altersklasse, genauso wie in der F-Jugend, nach dem Fair-Play-Modus gespielt – das heißt ohne Wertung von Toren und Punkten. In diesen beiden Altersklassen stellten also alle Vereine die neuen Stadtmeister, wofür sie mit vom Turnierausrichter gespendeten Medaillen auch alle symbolisch ausgezeichnet wurden. „Das macht natürlich Freude, wenn du die Kleinen siehst, wie sie ihre Trikots mit Stolz anziehen und alles aus sich herausholen“, findet Johannes Müller. Sich bei so einem Turnier mit anderen zu messen, damit könnten die Kinder richtig motiviert werden, der Sportart treu zu bleiben.

Bei der Stadtmeisterschaft der Erwachsenen Anfang Januar an gleicher Stelle gab es für den SV Ixheim und seine beiden Mannschaften nichts zu holen, bei der Jugend-Endrunde rehabilitierten sich die Ixheimer jetzt dafür. Denn von vier möglichen Titeln heimste der SVI gleich drei ein. „Das spiegelt wieder, was den SV Ixheim seit Jahrzehnten auszeichnet, nämlich gute Jugendarbeit und eine gute fußballerische Ausbildung zu bieten“, hebt deren Vorsitzender Sascha Grimm das Hauptaugenmerk des Vereins von der Römerstraße hervor. „Bei uns wird mehr in die Jugend investiert als in die aktiven Mannschaften. Das ist einfach schon immer unsere Tradition, die von Klaus Gehlbach angestoßen wurde. Die führen wir fort und profitieren immer mal wieder davon.“

TSC-Truppe rechnet im Vorfeld zu viel

Besonders in der E-Jugend. In dieser Altersklasse stellten die Gelb-Schwarzen sogar drei Mannschaften, die jahrgangsälteste Truppe durchpflügte quasi das Teilnehmerfeld. Ohne Gegentor krönte sich die Ixheimer E1 zum ungeschlagenen Stadtmeister. Etwas zum Leidwesen von Ivonne Buchheit und ihres TSC-Teams, die ebenfalls mit dem Titel geliebäugelt hatten. Ihre TSC-Jungs zerbrachen sich vor der entscheidenden Partie gegen Ixheim I aber zu sehr den Kopf, wie es wohl ums Torverhältnis steht. „Ihr braucht nicht zu rechnen und zu überlegen: Gewinnt eure Spiele, dann ist alles andere erstmal egal“, gab die Trainerin ihren Jungs vor dem Spitzenspiel mit. 0:1 hieß es dann am Ende für die Bubenhauser, das war der zweite Platz.

„Das Turnier war für uns überragend. Und auch wenn die B-Jugend nur Dritter wurde, hat sie es doch gut gemacht“, war Grimm stolz auf seine komplette Jugendabteilung. Zum Turnierabschluss standen sich der SVI und die TSG Mittelbach-Hengstbach im ältesten Jahrgangsduell gegenüber. Nach zweimal 25 Minuten holte sich die Ixheimer A-Jugend auch hier den Stadtmeistertitel. Beim 7:1-Erfolg traf Leon Winkler dreimal.

Turnier in Zahlen

Hallenfußball-Stadtmeister

G-Jugend (keine Rangfolge, Fair-Play-Modus): VB Zweibrücken I und II, TuS Rimschweiler I und II, TSC Zweibrücken, SV Ixheim

F-Jugend (keine Rangfolge, Fair-Play-Modus): TuS Rimschweiler I und II, SV Ixheim I und II, TSC Zweibrücken

E-Jugend: 1. SV Ixheim I, 2. TSC Zweibrücken, 3. SV Ixheim II, 4. SG Contwig/Zweibrücken, 5. SVI II, 6. TuS Rimschweiler

D-Jugend: 1. SV Ixheim I, 2. SG Contwig/VB Zweibrücken I und II, 4. TSC Zweibrücken und SV Ixheim II

B-Jugend: 1. TSG Mittelbach, 2. SG Contwig/Niederauerbach/Wiesbach, 3. SV Ixheim, 4. TSC Zweibrücken

A-Jugend: 1. SV Ixheim, 2. TSG Mittelbach.

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