Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Franzose Grisel gewinnt Trofeo-Etappe unterhalb der Bitscher Zitadelle

Viermal quälen: 300 Meter lang ist das Kopfsteinpflaster-Anstieg unterhalb der Bitscher Zitadelle.
Viermal quälen: 300 Meter lang ist das Kopfsteinpflaster-Anstieg unterhalb der Bitscher Zitadelle.

Na, das passt ja: Der Franzose Matys Grisel hat am Freitag in Frankreich die zweite Etappe der 35. LVM Saarland Trofeo gewonnen. Die Nummer 81 war der erste Fahrer im Ziel unterhalb der malerischen Bitscher Zitadelle.

Zweiter wurde beim „Grand Prix de la Moselle“ der Slowene Zak Erzen vor Oscar Chamberlain vom Team AGR2R Citroën. 112 Kilometer hatten die A-Junioren-Fahrer am Ende in den Knochen, die diesmal fast ausschließlich über französische Straßen führten. Dann wartete gegen 19 Uhr an dem heißen Tag das erste Mal der Anstieg auf das Feld, der auf dem Weg ins Ziel insgesamt viermal bewältigt werden musste.

Und wer steht da in der Rue du Stade, am Fuß dieses Anstiegs, als Streckenposten mit einer Fahne in der Hand? Albert Müller. Der Ex-Contwiger und jahrzehntelange Rennleiter der Trofeo war im Vorjahr zu seiner Lebensgefährtin ins brasilianische Cuiaba ausgewandert und gerade mal wieder im Land. „Da hat mich Wolfgang Degott natürlich gleich wieder verpflichtet“, erzählt er lachend.

Jeder Fahrer werden angefeuert

300 Meter geht es genau von Müllers Standpunkt über Kopfsteinpflaster bergauf, vier Kurven, links, rechts, links, rechts. Etliche Fahrer sind da bei der zweiten Zieldurchfahrt unterhalb der Zitadelle schon um Minuten abgehängt. Doch die zahlreichen Zuschauer feuern jeden Pedaleur lautstark an, der sich da hochquält. Auf den Schlussrunden in und um Bitsch gibt es immer wieder wieder Attacken, die meisten Fahrer werden schnell wieder gestellt. Am Ende setzte sich Matys Grisel durch.

Am Samstagmorgen geht es erst über 125 Kilometer von Niederwürzbach nach Aßweiler. Abends steht dann die spektakuläre zweite Teiletappe des Tages an: ein Einzelzeitfahren über zehn Kilometer auf der Start- und Landebahn des Zweibrücker Flugplatzes. Der erste Fahrer startet um 18 Uhr.

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