Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum der TSV Speyer oben mitspielen will, aber wohl nicht aufsteigen kann

Direkter Vergleich: Doch jetzt sieht der TSV Speyer (in Grau) die Favoritenrolle lieber bei der HSG Dudenhofen/Schifferstadt.
Direkter Vergleich: Doch jetzt sieht der TSV Speyer (in Grau) die Favoritenrolle lieber bei der HSG Dudenhofen/Schifferstadt.

Der TSV Speyer geht in seine zweite Pfalzligasaison. In einigen Dingen gibt es noch Luft nach oben, sagt Trainer Denis Markert. Ein Spieler fällt wohl in der gesamten Saison aus.

Nach zwei aufeinander folgenden Aufstiegen und dem recht erfolgreichen Abschluss mit Platz vier und 30:14 Punkten startet der TSV Speyer zum Auftakt am 16. September bei HSG Eckbachtal II in die zweite Pfalzliga-Saison. Trainer Denis Markert verrät zuvor, was er anstrebt und wie er die Aussichten bewertet.

„Natürlich möchten wir wieder oben mitspielen. Aufstiegsambitionen hegen wir aber nicht. Da gibt es stärkere Mannschaften“, sagt der Speyerer Coach, der TSG/1. FC Kaiserslautern und HSG Dudenhofen/Schifferstadt die größten Titelchancen einräumt. Vereine, die in der Vorsaison die Ränge zwei sowie drei belegt haben.

Etwas Ärger

Das Abschneiden seiner Kobras zuletzt bezeichnet Markert als „im Großen und Ganzen gut“. Über den einen oder anderen überflüssigen Punktverlust habe er sich aber geärgert, weil ohne diese Ausrutscher noch etwas mehr drin gewesen wäre: „Wir hätten Zweiter werden können, hatten gegen Schluss aber leider einige personelle Ausfälle zu verkraften.“

Mittelfristig gehe es nun in erster Linie darum, den Kader zu verjüngen, junge Kräfte zu integrieren und ihnen mehr Verantwortung zu übertragen. Von allen Spielern erwartet Markert, dass sie sich vorbehaltlos in den Dienst der Mannschaft stellen, alles aus sich herausholen und für eine ausgezeichnete Atmosphäre im Kollektiv sorgen.

Wichtige Rolle der Torhüter

Nicht einzelne Akteure, sondern eine geschlossene Mannschaftsleistung sei gefragt. Für besonders wichtig hält er eine gute Leistung der Torhüter Tim Doppler und Ronnie Handwerker. „Sie müssen in verschiedener Hinsicht Akzente setzen“, erläutert der Spielertrainer.

Ob das Team nun stärker oder schwächer aufgestellt sei, könne er noch nicht hundertprozentig bewerten. Jakub Balaz und Fabian Markert, die ihre aktive Laufbahn beendet haben, hinterließen als wichtige Stützen und gestandene Handballer mit ihrer spielerischen Qualität und ihrer riesigen Erfahrung in Abwehr sowie Angriff eine große Lücke.

Linkshänder mit Drittliga-Erfahrung

Der schwer verletzte Daniel Sauer fällt voraussichtlich für die gesamte Saison aus. Von dem vielseitigen und schnellen Rückraum-Allrounder, Neuzugang Jan Zentgraf, dessen Geschick in 1:1-Situationen sowie seinem guten Verständnis im Zusammenspiel erwartet Markert insbesondere im Angriff eine Verstärkung.

Auch der zweite Neue, Florian Rech, ein Linkshänder mit Drittligaerfahrung bei der TSG Haßloch, verspricht einiges: „Ein unbequemer, kampfstarker Spieler sowohl in Abwehr und Angriff, der keinem Zweikampf aus dem Weg geht, hart gegen den Gegner und sich selbst.“

Letztlich hänge die Leistung auch davon ab, in welcher Formation die Mannschaft über die gesamte Runde hinweg auflaufe. Urlaub, Beruf, Verletzungen könnten Schwankungen verursachen. Die Vorbereitungsspiele seien noch ohne den vollständigen und endgültigen Kader recht positiv verlaufen.

Nicht ganz so glücklich ist der Speyerer Coach mit der Trainingsbeteiligung: „Im Großen und Ganzen bin ich zwar zufrieden, sie dürfte aber besser sein. Denn es fehlen immer einige wegen Urlaub, Beruf und kleineren Wehwehchen. Die dabei sind, ziehen aber sehr gut mit.“ Das Abwehrverhalten sei teilweise bereits sehr gut.

Die Kleinigkeiten

An Kleinigkeiten gelte es nun, noch zu feilen. Konditionell bestehe etwas Nachholbedarf. „Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger“, so Markert. Der Sportliche Leiter Sören Pohlmann springe im Bedarfsfall ein. Für eine tragende Rolle sei er aber nicht mehr vorgesehen: „Er hält sich fit, absolviert alle Trainingseinheiten, soweit Familie und Beruf dies erlauben.“

Er pflege engen Kontakt zu dem erfahrenen Handballstrategen, führe regelmäßige Gespräche: „Wir ergänzen uns prima. Es passt bestens zusammen.“

SO SPIELEN SIE

Zugänge: Florian Rech (TSG Haßloch), Jan Zentgraf (HSG Worms)

Abgänge: Jakub Balaz, Fabian Markert (Laufbahnende)

Kader: Tim Doppler, Ronnie Handwerker, Philipp Handwerker (Tor), Johannes Fischer, Fabian Hauck, Klemens Heid, Oliver Jann, Sascha Koch, Jan Krick, Denis Krieg, Denis Markert, Sören Pohlmann, Rech, Fabian Ruß, Daniel Sauer, Jonas Schleich, Björn Skade, Dominik Thiemann, Arik Weber, Zentgraf

Co-Trainer: Fabian Markert, Christian Bernhardt (Torleute)

Betreuer: Kay Kraus.

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