Fußball
Letztes Heimspiel für Ralf Gimmy mit dem TuS gegen Gonsenheim
Zur abschließenden Heimpartie in der Aufstiegsrunde der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar empfängt TuS Mechtersheim am Samstag (15.30 Uhr) den Tabellenfünften SV Gonsenheim.
Nicht nur der rein sportliche Teil dürfte am Samstag an der Kirschenallee im Mittelpunkt stehen, sondern auch die gewiss emotionale Verabschiedung von Erfolgstrainer Ralf Gimmy, seinem Vertreter Jannik Immel, Torwarttrainer Nazmi Mert Seyman und einiger Spieler, die den Verein zum Rundenende verlassen. Wer Gimmy kennt, weiß genau, dass für ihn der sportliche Erfolg im letzten Spiel vor heimischem Publikum höchste Priorität besitzt. Vorgesehene Feierlichkeiten im Anschluss an die Partie schiebt er noch beiseite. „Klar, ich werde mich nach dem Spiel von unseren Fans verabschieden“ wiegelt der scheidende Coach ab.
Platz sechs noch möglich
Mit 43 Zählern und zwei Punkten Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern II und FV Diefflen belegt der TuS den achten Rang. Bei zwei Siegen, zum Abschluss beim FV Engers, kann die Mannschaft noch auf den sechsten Tabellenplatz springen. Ein Ziel, das der ehrgeizige Coach noch nicht aus dem Auge verloren hat. Bis zur letzten Minute alles geben für den sportlichen Erfolg, dies entspricht genau der Einstellung des 63-Jährigen. Das Trainer-Urgestein wird künftig gewiss nicht nur bei TuS Mechtersheim, sondern in der gesamten südwestdeutschen Fußballszene vermisst.
In Gonsenheim unterlag Mechtersheim nach zwischenzeitlichem Ausgleich durch Felix Perplies und einem Gegentor kurz vor Schluss mit 1:2. Diese Niederlage gilt es auszubügeln, so lautet jedenfalls die Vorgabe Gimmys an seine Mannschaft. Ein Sieg zum Abschluss seiner Trainerlaufbahn vor heimischer Kulisse ist Gimmy nach seinem 33-jährigem Trainerdasein, davon 25 beim TuS, siebeneinhalb beim FC Speyer 09 und ein halbes Jahr bei seinem Heimatverein Arminia Ludwigshafen, zu gönnen.
Zahlreiche Höhepunkte erlebt
Gimmy gibt sich entspannt, weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe: „Gonsenheim besitzt eine eingespielte Mannschaft, die von ihrer Kontinuität lebt. Dass der Verein die Regionalliga-Unterlagen eingereicht hat, spricht für dessen ehrgeizige Zielsetzung. Im Gegensatz zu uns bieten sie immer noch den Vorrundenkader auf und zählen zu Recht zu den Top fünf der Liga.“ Nicht nur als Trainer, sondern auch als Aktiver erlebte der Mechtersheimer schöne Zeiten. „Neben einer erfolgreichen Jugendzeit bei Arminia Ludwigshafen haben mich die sieben Jahre beim VfR Mannheim, damals dritte Liga, geprägt. Auch die Spiele in der badischen Auswahl sowie die Teilnahme als Studenten-Nationalspieler an zwei Universiaden in Japan und dem damaligen Jugoslawien bleiben unvergessen“, erinnert er sich.
Als tollste Erlebnisse seiner Trainerkarriere nennt der A-Schein-Inhaber die fünf Aufstiege der von ihm betreuten Mannschaften, die Unterstützung bei sechs Aufstiegen der jeweiligen zweiten Garnituren sowie die Tatsache, nie abgestiegen zu sein. Auch den Pokalsieg gegen die Profis des 1. FC Kaiserslautern sieht Gimmy als absoluten Höhepunkt.
Den Ruhestand genießen
Nach den noch zu absolvierenden beiden Partien möchte der 63-Jährige zusammen mit seiner im Ruhestand befindlichen Gattin Jutta in erster Linie mal zur Ruhe kommen und das Leben stressfrei genießen. Sehr viele Reisen, entspannte Fahrradtouren, Hobbys nachgehen, wie Karten spielen, Golfen, „völlig entspannt“ beim TuS zuschauen und dabei gemütlich ein Bierchen trinken, hat sich der bisher so umtriebige und erfolgsverwöhnte Fußball-Lehrer vorgenommen. Mögen sich all seine Wünsche erfüllen.