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Freitag, 31. August 2018 Drucken

Speyer: Kultur Regional

Speyer bringt Menschen zurück ins Spiel

Künstlerbund-Stipendiat Emil Srkalovic präsentiert die während seines Aufenthaltes entstandenen Werke

Von Christina Körner

Tierdarstellungen als Träger einer Botschaft: „Sophia“ von Emil Srkalovic.

Tierdarstellungen als Träger einer Botschaft: „Sophia“ von Emil Srkalovic. ( Foto: Lenz)

„Das ,Was’ ist ein Gefühl, und das ,Wie’ ist Wissen und Technik“: Emil Srkalovics Motto zeigt, dass er viel von mathematischen Gesetzmäßigkeiten in der Kunst hält. Der Stipendiat des Speyerer Künstlerbundes stellt ab heute in einer Werkschau Arbeiten aus, die er während seines Aufenthaltes in den vergangenen drei Monaten geschaffen hat.

Geopolitische Themen stehen bei der Malerei und Bildhauerei des Grazers im Vordergrund. Der 1983 in Bosnien geborene Künstler mahnt zu mehr Empathie. Die Gegenüberstellung und Infragestellung der Täter- und Opferrolle sowie das Thema Polarität stehen immer wieder im Mittelpunkt seiner Arbeiten. Weitere Themen sind Ignoranz und Dekadenz, Naivität und Aggression, Emanzipation und Geschlechterfragen sowie Kommunikation und Missverständnis.

Dafür nutzt Srkalovic in seinen Acrylbildern vor allem die Darstellung von Tieren und deren Artenvielfalt als Träger einer Botschaft. Dafür nennt er zwei Gründe: Deren Qualität lasse sich variieren und in Technik und Farbe bearbeiten. Außerdem ließen sich Emotionen darstellen, da Menschen Tieren einen Charakter zusprächen.

Auf Srkalovics großformatigen Bildern treten aus dem Dunkel der Leinwand sehr markant die stark farbigen Tiere, Menschen und Landschaften zutage. Sie schaffen einen surreal anmutenden Raum. Der flächige Farbauftrag und die Wahl der Farben erinnern an Pop-Art-Malerei. „Mein Alltag in Speyer hat mich sehr stark beeinflusst. Ich habe erstmals seit drei Jahren wieder Menschen von hier in meine Bilder integriert“, sagt der Österreicher.

Als ehemalige Kunstprofessoren waren seine Eltern seine Lehrmeister. „Mein Vater meint, die Technik sagt aus, was du tust. Meine Mutter sagt, du musst wissen, was du spürst. Und ich versuche, Technik und Gefühl zu vereinen und eine Botschaft in die Bilder zu legen“, erklärt der Künstler, der derzeit noch in Sarajevo Bildhauerei studiert. Vieles in Speyer erinnere ihn an seine Heimatstadt Graz.

„Ich nehme aus meiner Zeit hier vieles mit“, resümiert Srkalovic. In erster Linie wolle er noch stärkere Farben verwenden, vor allem Komplementärfarben einsetzen, außerdem in seiner Malerei noch dunkler, extremer und aggressiver werden – und wieder mehr Menschen malen.

 

Ausstellung

— Zu sehen beim Speyerer Künstlerbund vom 1. bis zum 9. September, samstags und sonntags, 14 bis 18 Uhr.

—Zur Eröffnung heute, 19 Uhr, führt Srkalovic selbst in sein Werk ein.

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