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Freitag, 08. Juni 2018 Drucken

Speyer Land

CDU nominiert Mathias Müller

Römerberg: Kandidat für Ortsbürgermeisterwahl im kommenden Jahr – Hauptaugenmerk auf Verkehrsbelastung in Durchfahrtsstraßen

Von Nadine Herrmann

Bekommt Glückwünsche vom CDU-Ortsverbands-Vorsitzenden Wilfried Röther (links): Mathias Müller.

Bekommt Glückwünsche vom CDU-Ortsverbands-Vorsitzenden Wilfried Röther (links): Mathias Müller. ( Foto: Lenz)

Der CDU-Ortsverband Römerberg hat am Mittwochabend im Zehnthaus Mathias Müller zum Kandidaten für die Ortsbürgermeisterwahl im kommenden Jahr gekürt.

Von 26 anwesenden Mitgliedern wählten 21 Müller, einer enthielt sich, vier stimmten gegen den Polizeibeamten. Der CDU-Ortsverband hat zurzeit 103 Mitglieder. Zum Wahlergebnis sagte Müller der RHEINPFALZ, dass er eine offene Art habe und auch damit klarkommen müsse, dass manche das nicht gut finden: „Ich will mich aber nicht verbiegen.“

CDU-Ortsverbands-Vorsitzender Wilfried Röther betonte, dass die Person, die dem bei der Wahl nicht mehr antretenden Ortsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) nachfolgt, der erste Ortsbürgermeister von Römerberg sein werde, der das Amt neben seinem Beruf ausübt. Scharfenberger war vor der Fusion hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Römerberg, nach der Fusion wurde er ehrenamtlicher Ortsbürgermeister und zum hauptamtlichen Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen gewählt. Für Ortsgemeinden, also Gemeinden, die Teil einer Verbandsgemeinde sind, sieht die Gemeindeordnung nur einen ehrenamtlichen Bürgermeister vor. „Das ist schon eine Aufgabe und wir sind froh, dass Mathias sich freiwillig gemeldet hat“, sagte Röther. Müller sagte der RHEINPFALZ, dass Römerberg mit seinen fast 10.000 Einwohnern und 90 Vereinen eine große Ortsgemeinde sei: „Die Bürger müssen sich neu orientieren, es wird nicht eins zu eins wie vorher sein.“

Als Hauptproblem in Römerberg nannte Müller die Verkehrsbelastung in den Durchfahrtsstraßen. „Wirkliche Abhilfe bringt hier nur die Ortsrandstraße und in Teilen die Bahnunterführung“, findet der 50-Jährige, der selbst in der stark befahrenen Germersheimer Straße wohnt. Beide Projekte seien geplant. Wenn möglich, will er sich mit seiner Partei dafür einsetzen, dass die Projekte schneller umgesetzt werden. Als eminent wichtig empfindet Müller auch den Bau eines Radwegs zwischen den S-Bahn-Haltepunkten in Berghausen und Heiligenstein, um gerade Schulkindern eine geschützte Alternative zu bieten. Zurzeit erwerbe die Gemeinde die Grundstücke hinter dem Bahnsteig in Berghausen für den ersten Teil des Radwegs. Außerdem verwies er auf Projekte, die er als Fraktionsvorsitzender mit seiner Partei im Ortsgemeinderat bereits angestoßen habe. Er nannte die Einführung wiederkehrender Beiträge für den Straßenbau, die Erweiterung des Zehnthauses und die vorgesehene Übungshalle bei der Grundschule in Berghausen. „Ich glaube, dass ich gerade in den Jahren als Fraktionsvorsitzender unter Beweis gestellt habe, dass ich mich in die Themen, die die Ortsgemeinde betreffen, detailliert eingearbeitet habe, dass ich akribisch und strukturiert arbeite und dass ich ein Teamplayer bin, der großen Wert auf Transparenz legt“, sagte Müller. Das Ortsteildenken sei ihm fremd. Er findet, dass es aufgegeben werden sollte, weil man die Römerberger Interessen nur wirksam vertreten könne, wenn man als eine Gemeinde auftrete.

Bei einem Wahlsieg müsste Müller in seinem Beruf durch eine Freistellung kürzertreten. Der Vater von zwei Kindern – eine 18-jährige Tochter und ein sechsjähriger Sohn – hat bei der Polizei 20 Jahre im Fachkommissariat Organisierte Kriminalität gearbeitet, davon war er zehn Jahre Leiter des Sachgebiets Menschenhandel. Zurzeit ist er im Polizeipräsidium Rheinpfalz noch für den Bereich Kriminalitätsbekämpfung zuständig. Ab Juli wird er in der Kriminaldirektion Ludwigshafen Leiter des überregional zuständigen Fachkommissariats zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität. Als Vorteil für das von ihm angestrebte Amt als Ortschef sieht Müller, dass während seines Polizei-Studiums noch deutlich mehr Schwerpunkte im Verwaltungsrecht lagen.

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