Dannstadt-Schauernheim
Kurpfalzschule: Sanierung soll abgeschlossen werden
Die nötigen Schritte dazu hat der Verbandsgemeinderat am Montag eingeleitet. Die Bauarbeiten in der Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: den Einbau einer neuen Heizung, die energetische Sanierung und die Ertüchtigung des Brandschutzes. Laut Roland Argus von der Verwaltung läuft der neue Gasbrenner bereits. Die Wärmepumpen seien ebenfalls schon aufgestellt und können in Betrieb gehen, sobald die Elektroarbeiten abgeschlossen sind.
Die Vorlauftemperatur der neuen Anlage sei jedoch niedriger als die der bisherigen. Daher sei es nötig, das gesamte Heizsystem hydraulisch abzugleichen und die Wärmezufuhr für die Heizkörper einzustellen. Dafür würden in den beiden großen Gebäuden (Haus 1 und Haus 2) 100 neue Ventile mit Thermostatköpfen und 18 neue Röhrenheizkörper benötigt. Die Kosten hierfür schätzten Experten im Vorfeld auf 76.000 Euro. Allerdings erhielt die Kommune nach der Ausschreibung nur ein einziges Angebot – über 117.000 Euro. Mangels Alternativen und wegen des Zeitdrucks empfahl die Verwaltung dem Rat, die Offerte trotzdem anzunehmen.
Die allgemeine Kostensteigerung sei unweigerlich vorhanden, pflichtete Uwe Schölles (SPD) der Einschätzung der Verwaltung bei. Die Mandatsträger von CDU, FDP und Grünen sahen das offenbar ebenso. Es stimmten alle dafür, die Frank Schönholz GmbH aus Ludwigshafen mit den Arbeiten zu beauftragen.
Auch bei der energetischen Sanierung sei schon einiges erledigt worden, berichtete Bürgermeister Stefan Veth (CDU). „Wir haben Vollwärmeschutz angebracht, neue dreifach verglaste Fenster eingebaut und die Außentüren erneuert. Zudem ist ein Wärmedämmverbundsystem angebracht worden.“ In Kombination mit der neuen Heizung „verbrauchen wir erheblich weniger Energie“.
Decken zunächst wieder demontiert
Für den Austausch der Fenster mussten in den Klassenräumen und Treppenhäusern zum Teil die Decken abgehängt werden, erläuterte Argus. Hier fehlten an den Fenstern noch Gipserarbeiten. Die Decken sollten ursprünglich im Zuge der Brandschutzsanierung erneuert werden. Da sich diese aus zuschussrechtlichen Gründen aber noch hinzieht, würden die Decken erst mal wieder montiert. Die Arbeiten sollen in den kommenden Tagen ausgeschrieben werden. Die nächste Ratssitzung sei aber erst am 20. Juli geplant. Das reiche jedoch nicht, um vor den Ferien noch eine Firma zu finden, die das alles über den Sommer erledigt. Der Vorschlag der Verwaltung: Der Rat solle den Bürgermeister ermächtigen, die Arbeiten an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben, sobald die Angebote vorliegen. Die geschätzten Kosten für die Natur- und Betonwerksteinarbeiten liegen bei 90.000 Euro, für den Innenputz bei 25.000 und für den Trockenbau bei 77.000 Euro.
Das allein seien schon 192.000 Euro, wandte Almut Schaab-Hehn ein. „Was, wenn die Angebote deutlich darüber liegen?“, fragte die Grünen-Politikerin. Dazu erklärte Argus, wer ausschreibe, sei zur Vergabe verpflichtet. Eine Ausschreibung aufzuheben, sei nur mit sehr guter Begründung möglich – zum Beispiel, wenn ein Angebot unverhältnismäßig teuer sei. Sonst könne die Gemeinde auf Schadenersatz verklagt werden. Vor diesem Hintergrund ermächtigte der Rat Bürgermeister Stefan Veth.