Rhein-pfalz-Kreis
Besser Bus fahren im Rhein-Pfalz-Kreis
Die Idee war neu. Die Linie nicht. Den Bus mit der Nummer 572 gibt es schon, und er fährt derzeit noch tagesdurchgängig im 30-Minuten-Takt von Speyer nach Ludwigshafen. In der Regel endet die Verbindung in Rheingönheim. Dort haben die Fahrgäste die Möglichkeit, auf die Linie 6 umzusteigen. Das ist schon mal kein schlechtes Angebot, aber es geht besser, sagten sich die Verkehrsplaner. Und deshalb schoben sie eine Extrafahrt dazwischen – erst gedanklich. Ab 13. Juli dann ganz real.
Die zwischen Ludwigshafen und Speyer verkehrende Buslinie 572 wird künftig also auf einen 20 Minuten-Takt verdichtet, indem stündlich eine zusätzliche Fahrt eingelegt wird, die zwischen Neuhofen und Ludwigshafen als Schnellbus ohne Halt über die B 9 fährt. Damit der Plan der Taktverdichtung vollends aufgeht, wird zusätzlich der Fahrplan der Ringlinie 582 von Ludwigshafen über Mutterstadt und Limburgerhof nach Neuhofen darauf abgestimmt.
Schneller nach Ludwigshafen kommen
„Wir haben schon seit Jahren einen Schnellbus zwischen Dannstadt-Schauernheim und Ludwigshafen. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht, die wir jetzt auf die Verbandsgemeinde Rheinauen übertragen werden“, sagt Landrat Clemens Körner (CDU) zum Fahrplanwechsel im Juli. Der Zeitgewinn für Schnellbusfahrer, die in Neuhofen einsteigen: Sie brauchen nach Ludwigshafen bald nur 12 statt 25 Minuten.
Zum selben Zeitpunkt, sprich: am 13. Juli, wird im Kreisgebiet eine ganz neue Buslinie eingerichtet, die Linie 587 von Limburgerhof nach Oggersheim (wie berichteten bereits). Auch dieses Vorhaben hatte Nahverkehrsexperte Bernd Baginski im August 2020 den Mitgliedern des Kreisverkehrsausschusses vorgestellt. Und jetzt wird es wahr.
Eine ganz neue Linie
Diese Linie erfüllt laut Körner drei Aufgaben: eine neue Verbindung zwischen Mutterstadt und Oggersheim, eine verbesserte Verbindung zwischen Mutterstadt und Limburgerhof sowie eine neue (zeitlich abgestimmte) Übereckverbindung zwischen Dannstadt-Schauernheim und Oggersheim beziehungsweise Limburgerhof. „Um das alles unter einen Hut zu bekommen, haben wir mit dem Verkehrsunternehmen extra Probefahrten mit einem 13-Meter-Bus in der Hauptverkehrszeit unternommen, um den Fahrplan zu optimieren“, sagt Körner und fügt hinzu: „Dafür ist jetzt auch etwas Gutes herausgekommen.“
Der Landrat freut sich. Und vielleicht kommt nun bei den Mitgliedern des Kreisverkehrsausschusses doch noch Begeisterung dafür auf. Schließlich ist durch ihre Zustimmung aus einer theoretischen Idee eine praktische Sache geworden. Und 30 Grad Außentemperatur hat es auch noch nicht.