Meine Radtour (Teil 9) RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserfälle und ein Steinenschloss

Fährt jährlich 8000 Kilometer mit dem Mountainbike: Michael Breiner (57) aus Heltersberg.
Fährt jährlich 8000 Kilometer mit dem Mountainbike: Michael Breiner (57) aus Heltersberg.

Was tun im Teil-Lockdown? Wie wäre es mit einer sportlichen Radtour? Eine abwechslungsreiche Mountainbike-Tour westlich der Bundesstraße 270 empfiehlt der Heltersberger Michael Breiner, ausgehend vom Bahnhof in Waldfischbach-Burgalben.

Michael Breiner ist kein Mitglied in einem Radsport-Verein, spult aber rund 8000 Kilometer jährlich ab. Er kennt sich im Pfälzerwald aus, nicht zuletzt aufgrund 20-jähriger Erfahrung mit dem Mountainbike.

Abstecher zur Ruine

Zunächst fährt er vom Waldfischbacher Bahnhof auf die Hauptstraße Richtung Süden, dann unterquert er am Ortsende die Bundesstraße 270, fährt den ausgeschilderten Radweg zur Moschelmühle. Am letzten Haus der Moschelmühle (linke Straßenseite) biegt der 57-Jährige rechts ab auf einen kurz steil ansteigenden Waldweg und folgt diesem. Der Weg hat hier noch keine Markierung. Breiner folgt diesem, bis er nach rund 5,5 Kilometern den Abzweig zum Steinenschloss erreicht und den rund 250 Meter langen Abstecher zur Burgruine macht.

Nach der Kehrtwende fährt Breiner unter dem Autobahnviadukt hindurch bergab in die durch beeindruckende Felsformationen und Wasserfälle geprägte Rieslocher Klamm, die man im Tal erreicht. Hier dann scharf rechts abbiegen. 400 Meter weiter muss das Rad kurz geschoben werden, um über den steilen Anstieg auf den darüber liegenden Waldweg zu gelangen, auf dem es nach links oberhalb des Bachlaufs Richtung Norden geht (Wegmarkierung Nummer 5).

Wasserhaus geschlossen

Am Ende des Weges stößt man auf den Radweg Richtung Höheinöd, auf den man nach links einbiegt. Es folgt der Kreisel am Ortseingang, an dem man die zweite Ausfahrt auf die Bitscher Straße nimmt. Am Ortsausgang biegt Breiner zunächst wieder links auf die Burgalber Straße ein, nimmt dann aber sofort die Doppel-Rechtskurve „An der Seiters“ und hinein in einen schmalen Pfad, der parallel zur Straße zur Autobahnüberführung führt. Nachdem die A62 passiert ist, wird links abgebogen, dann gleich wieder rechts auf den Sickinger Höhenweg, der zum Hermersberger Wasserhaus führt. Dort bietet sich eigentlich eine gute Möglichkeit der Einkehr. Es wird Pfälzer Küche angeboten, aber auch Steaks, weiß Breiner, der in der Corona-Pandemie auf die Stärkung verzichten muss und dem weißen „S“ auf blauem Grund bergauf bis zum Ortseingang Hermersberg folgt.

Schöne Fernsichten

Direkt vor der ersten Häuserreihe führt rechts ein Pfad zur Kreisstraße 25, über die man den Kreisel und dort die Fabrikstraße erreicht. An deren Ende fährt Breiner rechts in die Bahnhofstraße, dann gleich gerade in die Talstraße und hält sich dann links. Der mit einer gelb-grünen Markierung versehene Weg mündet in einen Singletrail, der den Mountainbiker bergab nach Horbach führt. Direkt nach dem Überqueren des Queidersbachs wählt Breiner den Radweg zur Horbachermühle, biegt dort wieder scharf links ab und gelangt so auf die Hauptstraße.

Zur Pulvermühle

Es geht nun kurz bergan und dann in die Ohrenbergstraße Richtung Hundeplatz. Dann weiter, der gelb-grünen Markierung folgend, zum Ländlerhof. Dort rechts abbiegen Richtung Bohlenhof und dann gleich wieder links auf den Waldweg, der hinab nach Krickenbach führt. Vorsicht! Direkt nach Erreichen des Teerwegs geht es rechts kurz bergan. Dort muss nach 50 Metern der kleine, schlecht zu sehende Pfad linker Hand gefunden werden. Dieser führt den Mountainbiker auf den asphaltierten Weg, der weiter talwärts Richtung Schopp führt. Direkt nach der Moosalbe-Brücke biegt der Heltersberger rechts ab in die Mühlstraße und folgt in deren Verlängerung dem Bachlauf zur Pulvermühle und dem Neuhof.

Dann erreicht Breiner die Geiselberger Mühle, eine weitere Möglichkeit zur Einkehr, lässt diese aber links liegen und folgt dem Radweg bis Steinalben, biegt in die Hermersberger Straße ein und am Ortsausgang links in den Waldweg (blauer Punkt), dann sofort rechts auf den Holzlandweg (rotes „H“). Dieser führt zunächst steil bergauf, dann gemächlich steigend auf einem breiten Waldweg zum Vatterbrunnen. Dort geht ein Pfad bergab bis zum asphaltierten Radweg parallel zur B270. Man hält sich zunächst rechts, dann aber sofort links und fährt oder schiebt die Treppen zur Unterquerung der Bundesstraße hinunter und erreicht so den Bahnhof in Waldfischbach – den Ausgangspunkt der Route, die auch mit schönen Fernsichten auf der Sickingerhöhe beeindrucken kann.

Tour-Zusammenfassung

Länge: 38 Kilometer

Profil: mittelanspruchsvoll

Höhenmeter: ca. 940, technisch mäßig anspruchsvoll

Bodenbelag: 38 Prozent Asphalt, 62 Prozent unbefestigte Waldwege/Pfade, davon etwa 20 Prozent Singletrails.

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