Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Freyer schießt SV H ermersberg ins Viertelfinale

Riesenjubel beim SVH nach dem Coup im Stadion Im Haag. Stehend von links Philipp Ruf, Jonas Simon, Noah Wächter, Cedric Gries, M
Riesenjubel beim SVH nach dem Coup im Stadion Im Haag. Stehend von links Philipp Ruf, Jonas Simon, Noah Wächter, Cedric Gries, Marius Müller, Patrick Bold (leicht vorgebeugt), Jona Wohlgemuth, Lukas Bißbort, Noah Buchmann, Tim Dudek, Klaus Dahler und Sebastian Schütz, kniend Jan Lelle, Patrick Freyer, Marius Dausmann (mit Kapitänsbinde), Jens Kolb, Pascal Masch und Sven Deppert sowie liegend Christoph Metzger.

Alle pfälzischen Oberligisten sind ausgeschieden und bis auf eine Ausnahme auch alle Verbandsligisten. Und dieser eine Verbandsligist aus der Pfalz im Pokal-Viertelfinale des Südwestdeutschen Fußballverbands heißt überraschend SV Hermersberg.

Auch nicht zu erwarten war gewiss, dass zwei pfälzische Teams aus der Landesliga Ost, der SV Büchelberg und der SV Geinsheim, unter den letzten acht Teams im Verbandspokal stehen.

Den Hermersbergern gelang am Mittwochabend im Hunsrück eine faustdicke Überraschung. Sie siegten in der Runde der letzten 16 beim Verbandsliga-Zweiten, dem SC Idar-Oberstein, mit 3:2 (2:0), dem sie Ende September im Ligaspiel noch 0:5 unterlegen waren. „Damals wollten wir mitspielen. Dieses Mal standen wir tiefer und zeigten einen leidenschaftlichen Kampf“, sagte SVH-Betreuer Klaus Dahler.

Schütz und Müller coachen

Die routinierten Spieler Sebastian Schütz und Marius Müller coachten das Team, da Trainer Jens Mayer in Urlaub war und Co-Trainer Patrick Freyer mitspielte. Und jener Freyer sorgte für die frühe Führung. In der neunten Spielminute zog er von der Außenbahn nach innen und schoss zum 1:0 ein. Stürmer Lukas Bißbort erhöhte auf Vorlage von Jan Lelle auf 2:0 (35.). Kurz nach Beginn der zweiten Spielhälfte verkürzte Verbandsliga-Top-Torjäger Florian Zimmer auf (53.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit glich Philipp Schneider zum 2:2 aus. Was dann geschah, kommentierte Dahler so: „Idar wollte wohl zu viel und hat uns den Konter ermöglicht.“ Mit dem letzten Angriff war es Ex-Regionalligastürmer Freyer, der mit einer Kopie seines ersten Treffers zum 3:2 einschoss.

„Das Spiel am Sonntag hat nicht nur mir, sondern auch den Spielern zu denken gegeben. Das können wir uns nicht erlauben. Wir müssen immer an unsere Grenze gehen und viel Laufbereitschaft zeigen, um Spiele zu gewinnen“, sah SVH-Trainer Mayer aus der Ferne die richtige Reaktion auf die 0:4-Schlappe im Verbandsliga-Heimspiel gegen Bretzenheim.

Am Sonntag in Offenbach

Am kommenden Sonntag (17 Uhr) gastieren die Hermersberger beim einen Punkt besseren Aufsteiger FSV Offenbach. „Ein wichtiges Spiel, in dem wir an die Leistung gegen Idar-Oberstein anknüpfen müssen“, sagt Mayer, der im Pokal auf ein Viertelfinale gegen Wormatia Worms hofft.

SO SPIELTEN SIE

SV Hermersberg: Deppert – Metzger, Dausmann, Wohlgemuth, Kolb – Masch (83. Simon), Buchmann – Lelle (70. Gries), Dudek (80. Bold), Feyer - Bißbort (76. Ruf).

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