FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Freyer ist Gold wert: SV Hermersberg feiert 5:1-Heimsieg

Schoss zwei Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor: Patrick Freyer (in Gelb) sorgt auch in dieser Szene für Alarm bei Stein
Schoss zwei Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor: Patrick Freyer (in Gelb) sorgt auch in dieser Szene für Alarm bei Steinwendens Torhüter Roberto Bana. Im Hintergrund Nico Trapp und Jan Lelle (rechts).

Mit 5:1 gewinnt der SV Hermersberg sein Verbandsliga-Heimspiel gegen den bis dahin auf Rang fünf liegenden SV Steinwenden, macht damit im Abstiegskampf weiter Boden gut. Dennoch geriet Trainer Jens Mayer zwischenzeitlich in Rage.

„Das Gute an der ersten Halbzeit war, dass wir in Führung lagen. Das Spiel ließ sich bis dahin nicht gut anschauen und war spielerisch kein Augenschmaus.“ Jens Mayer, der Trainer des nun wettbewerbsübergreifend seit fünf Partien ungeschlagenen SV Hermersberg, stellte dies nach dem 5:1 (2:1) am Samstag gegen den SV Steinwenden nüchtern fest.

Fehlstart

Seine Mannschaft hatte vor 250 Zuschauern einen echten Fehlstart: In der zweiten Minute leistete sich Innenverteidiger Miguel Deho einen kapitalen Fehlpass, der zum Bumerang wurde. Torhüter Felix Layes legte den allein vor ihm auftauchenden Steinwendener David Schehl im Strafraum. Den folgenden Elfmeter versenkte Anton Artemov zum 0:1. „Immer wieder das Gleiche. Jedes Spiel!“, schimpfte Mayer von der Seitenlinie.

Was folgte, waren einige Fehler im Aufbauspiel, die zu Torchancen der Gäste führten. Als die Abwehr zu weit aufgerückt war, schoss der Steinwendener David Höft an den Pfosten (31.). Ein weiterer Abspielfehler von Hermersbergs Abwehrchef Deho brachte eine gute Möglichkeit für Leon Schmitt (33.). „Es war gut, dass wir vor der Halbzeit nicht das 2:2 bekommen“, sagte hinterher SVH-Verteidiger Marius Dausmann, der in einigen Szenen der rettende Anker war.

Dudek belohnt sich

Andererseits glänzten die Hermersberger in der Offensive. In Minute 19 landete der schnell nach vorne getragene Ball von Christoph Metzger über Patrick Freyer bei Tim Dudek, der seine kämpferisch starken Leistungen der vergangenen Wochen mit dem Treffer zum 1:1 belohnte.

Vier Minuten später traf der seit Wochen überragende SVH-Außenangreifer Freyer nach Vorarbeit von Jan Lelle und Florian Weber mit einem strammen Flachschuss aus zehn Metern zum 2:1. Mayer über seinen mitspielenden Co-Trainer: „Derzeit ist ,Padde’ absolut Gold wert, macht immer seine Tore.“ Der Ex-Regionalligaspieler sei aber auch für die Defensive wichtig, da er auf der Außenbahn viele Bälle erobert. „Er nimmt es auch mal mit drei oder vier Spielern auf“, sagt Dausmann, dessen Gegenspieler Daniel Bender und Leon Schmitt einen schweren Stand hatten.

Sehr effizient

Freyer war es auch, der in der 55. Minute eine Flanke auf den Kopf des durchsetzungsstarken Mittelstürmers Weber servierte, der gekonnt aus kurzer Distanz zum 3:1 einköpfte. Dann spielte Jens Kolb mit einem Traumpass gleich Freyer, Weber und Lelle frei; Lelle erhöhte im Nachschuss auf 4:1 (60.). „Wir waren heute sehr effizient“, lobte der SVH-Trainer. Einen 50-Meter-Tempolauf schloss Freyer mit dem 5:1 ab (76.).

Hermersbergs Schlussmann Layes parierte mehrere gefährliche Fernschüsse spätestens im Nachfassen – vor seinem Tor war der Rasen ziemlich holprig. Und Trainer Mayer, der nach dem 0:1 noch so in Rage war, zog ein zufriedenes Fazit: „Wir wollen jetzt nicht in den Krümeln suchen. Wir haben ja 5:1 gewonnen.“

Am Dienstag in Mainz

Bereits am Dienstag (16 Uhr) folgt das nächste Verbandsligaspiel beim FC Basara Mainz. „Es ist eine spielstarke Mannschaft, aber wir wollen auch dort unbedingt etwas mitnehmen“, peilt Mayer das sechste Spiel in Serie ohne Niederlage an.

SO SPIELTEN SIE

SV Hermersberg: Layes - Metzger (67. Jochum), Dausmann, Deho (80. Berg), Kolb - Lelle, Freiler (62. Mendel), Masch (74. Gries), Freyer - Dudek - Weber (80. Simon).

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