FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Vertragsverlängerung mit Neufang ist wohl nur noch Formsache

Eigentlich hatte FKP-Chefcoach Patrick Fischer (vorne links) für Juli wieder ein Trainingslager im Dahner Hotel Felsenland gepla
Eigentlich hatte FKP-Chefcoach Patrick Fischer (vorne links) für Juli wieder ein Trainingslager im Dahner Hotel Felsenland geplant. Rechts Arne Neufang, der vermutlich bald seinen Vertrag verlängert.

Fußball-Regionalligist FK Pirmasens trainiert wieder, wenn auch unter Corona-Bedingungen. Peter Brandstetter sprach mit Chefcoach Patrick Fischer auch über die sechs Spieler, deren Verträge auslaufen.

Herr Fischer, hauptberuflich sind Sie Angestellter bei den Bäderbetrieben der Stadt Karlsruhe, wo Sie sich eigentlich vorwiegend um Events kümmern. Da haben Sie derzeit eher wenig zu tun – oder?
Events gibt es momentan eher keine. Aber am Mittwoch haben wir das erste unserer vier Freibäder für elf Spitzensportler wieder geöffnet – insgesamt gibt es in Karlsruhe zehn städtische Bäder. Schwimmkurse sollen bald starten. Ab Juni ist keine Kurzarbeit mehr.

Zu ihrem zweiten Job als FKP-Cheftrainer: Die ersten beiden Trainingseinheiten seit dem Corona-Stopp Mitte März liegen hinter Ihrer Mannschaft. Wie lief das Kleingruppen-Training im Sportpark Husterhöhe?
Den Jungs hat es Spaß gemacht. Sie haben sich gefreut, wieder auf dem Platz zu sein. Wir hatten Wettbewerbsformen auf dem Plan, zum Beispiel Passübungen mit abschließendem Schuss auf ein Mini-Tor. Aber natürlich fehlen die Zweikämpfe.

Wie fit waren die Spieler nach zwei Monaten Training im „Homeoffice“?
Nach dem ersten Training am Montag waren sie schon ziemlich kaputt.

Sie wollten nach den zwei Einheiten entscheiden, ob Sie trotz der Spielpause weiter trainieren. Zu welchem Schluss sind Sie gekommen?
Wir bieten noch zweimal, am Montag und am Donnerstag, Training an. Danach werden wir wieder entscheiden.

Wie haben Sie die Corona-Bedingungen eingehalten?
Ich war schon eineinhalb Stunden vor dem Training da, habe alles aufgebaut und das Material desinfiziert. Die Spieler sind in Trainingsbekleidung gekommen, haben in ihren Autos vor dem Trainingsplatz die Fußballschuhe angezogen. Am Eingang hat Co-Trainer Jens Schaufler gemessen, ob die Spieler Fieber haben und sie gefragt, ob sie Husten haben oder ob jemand in ihrem Umfeld am Coronavirus erkrankt ist.

Den Plan für die Vorbereitung der Saison 2020/2021 konnten Sie in die Tonne kloppen …
Leider ja. Der Vorbereitungsplan stand schon zu 95 Prozent. Wir hätten am 22. Juni begonnen, dann wieder ein Trainingslager in Dahn gemacht und am Wochenende vom 31. Juli bis 2. August unser erstes Punktspiel gehabt.

Der Plan B lautet nun wie?
Wenn es im September wieder losgehen sollte, werden wir wohl am 6. Juli mit dem Training anfangen. Dabei werden die ersten zwei Wochen nicht so intensiv wie sonst sein.

Bei sechs Spielern des aktuellen Regionalligakaders ist noch offen, ob Sie ihre im Juni auslaufenden Verträge verlängern. Wie ist der Stand der Dinge?
Bei Dennis Chessa werden wir die Entscheidung vermutlich lange offenhalten müssen. Lars Oeßwein muss sich irgendwann entscheiden. Flavius Botiseriu hat weiterhin große Knieprobleme. Konstantinos Neofytos ist ein sehr guter Spieler, auch wenn er nicht die erhofften Tore schoss. Das lag aber auch daran, dass unsere Stürmer diese Saison nicht so die Vorlagen bekamen wie vorige Runde von Pinheiro, Grimm oder Freyer, die alle nicht mehr da sind. „Neo“ will jetzt in die Arbeitswelt rein und hat einige Bewerbungen laufen. Bei Christoph Batke steht noch ein Gespräch aus. Und Arne Neufang hat noch viel Potenzial. Wir wollen ihn unbedingt behalten, und er hat signalisiert, dass er bleiben will. Da sieht es positiv aus.

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